Bagger fahren

Früher als Kind hatte ich von Playmobil neben einem Bauwagen und Bauarbeiter mit Bierkasten auch einen Bagger. Im Sandkasten damit zu spielen und Löcher auszuheben und wieder zu zuschütten war immer ziemlich spaßig. Sicher gab es, auch wenn es bei mir im Nebel der Erinnerungen verborgen liegt, eine Phase, in der ich Baggerfahrer werden wollte. Damals wusste ich noch nicht, was für entsetzlich laute Geräusche so ein Bagger machen kann. Im Sandkasten ging es immer friedlich zu. Wenn so ein ausgewachsener Bagger aber morgens um halben sieben in der Nachbarschaft seinen Betrieb aufnimmt, dann ist das sehr ernüchternd. Da waren mir meine rücksichtsvollen leisen Playmobil-Bauarbeiter mit ihrem Bierkasten doch viel lieber. Außer sein Leid tapfer zu tragen, kann man da nichts machen, denn die gesetzliche Ruhezeit endet um 6 Uhr morgens. Da kann man dann noch froh sein, dass der Bautrupp erst eine halbe Stunde später anfängt. Damit das alles nicht so langweilig wird, haben sich anscheinend die Baufirmen überregional abgesprochen, denn nicht nur zu Hause sondern auch vor der Firma, in der ich arbeite, wird die Straße aufgerissen. Da fühlt man sich doch direkt heimisch.
Leider fehlt in dem Szenario die Kinderhand, die Bagger samt Bauarbeiter zurück in die Spielzeugkiste räumt.