Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Weder Fleisch noch Fisch ist manchmal nicht komisch. Wie per Zufall ein neues vegetarisches Rezept entsteht.

Mehr Matjes wagen

Obwohl wir mittlerweile am Meer wohnen, landet bei uns auf dem Tisch erstaunlich wenig Fisch. Gut, tatsächlich ist Emden keine Stadt, die durch Fischfang bekannt ist. Schon eher etwas weiter raus Greetsiel und seine Krabbenfischer — wobei das ein Thema für sich ist. Was man hier in Emden bekommt, ist ein vorzüglicher Matjes vom Heringslogger. Eine echte Institution. Zudem hat Emden auch ein Matjes-Fest.

Persönlich mag ich den Matjes am liebsten pur im Brötchen oder zusammen mit Salzkartoffeln. Mehr braucht es nicht. Noch haben die Meere aber mehr als nur Matjes zu bieten und damit fangen meine Schwierigkeiten an. Frischen Fisch esse ich am liebsten als Sushi, wobei wir das aufgrund des Aufwandes länger nicht mehr selber gemacht haben. Ansonsten taucht Fisch bei uns in der Küche überwiegend in tiefgekühlter Form auf. Lachs, Seelachs und Kabeljau als Filet. In perfekten Portionen ohne Gräten.

Eigentlich sollte es gestern auch wieder was mit Fisch geben. Einen Süßkartoffellauflauf mit Spinat und Kabeljaufilet. Letzteres hatte ich allerdings beim Einkauf vergessen. Im Rezept gab es zudem ein paar Dinge, die mir nicht gefielen. Zwei Eier für die Sauce, dazu Süßkartoffeln, die vor der Verwendung im Auflauf für meinen Geschmack zu kurz erhitzen werden sollten.

Auflauf ohne Fisch

An der Stelle hätten anderen vermutlich das Handtuch geworfen. Irgendwas bestellt, etwas anderes gekocht oder bei so einem Wetter wie gestern einfach etwas auf den Grill geworfen — zugegeben, bezüglich des Grills war ich auch stark in Versuchung.

Allerdings waren die Zutaten da (abgesehen vom Fisch) und mussten aufgebraucht werden. Zum Glück hatten wir noch eine Dose gehackter Tomaten und vor allem ausreichend Käse, denn ein Merksatz lautet: „Alles wird besser, wenn man es mit Käse überbackt.“

Aus den vorhandenen Zutaten zauberte ich dann einen Süßkartoffel-Spinat-Auflauf.

Zutaten
500 g TK Blattspinat
2 große Süßkartoffeln
2 Zwiebeln
20 g Ingwer
200 g Streukäse (mittelalter Gouda)
200 ml Sahne
400 g gehackte Tomaten
2 TL Chilliflocken
Salz
4 EL Olivenöl
2 EL Mondamin Saucenbinder hell

Zubereitung
Backofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden. In einer Schüssel Süßkartfoffelwürfel mit 2 EL Olivenöl und den Chiliflocken vermengen. Auf ein Backblech geben und ca. 20 Minuten im Ofen garen lassen.Spinat 10 Minuten in der Mikrowelle auftauen lassen.In der Zwischenzeit Zwiebel würfeln, Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden und beides in 2 EL Ölivenöl andünsten. Spinat dazu geben. Gut vermengen und weitere 3 Minuten köcheln lassen. Dann die Sahne und die gehackten Tomaten dazu geben. Etwas salzen und mit Saußebinder abbinden.

In einer Auflaufform die fertigen Süßkartoffelwürfel mit der Spinatmischung vermengen und mit Streukäse bedecken. Hitze im Ofen auf 200 Grad reduzieren und den Auflauf darin für 20 Minuten überbacken.

Laut einstimmiger Meinung gestern Abend ließ meine Version des Auflaufs kein Fisch vermissen.

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