Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Ein Teil unserer gesundheitlichen Probleme lassen sich auf Brot zurückführen. Dabei liegt es an den falschen Zutaten und der Herstellung.

Falsche Prämisse

Vor einer Woche gab es wieder notgedrungen ein Experiment hinsichtlich meiner Verträglichkeit, was „normales“ Brot betrifft. Meine Frau ich waren an dem Wochenende nicht zu Hause, was aufgrund des zurückliegenden Feiertages mit der Zustellung unsere Biokiste kollidierte. Daher gab es keine Biokiste mit Vollkornbrot für die kommende Woche. Meine Frau kaufte daher konventionelles Brot.

Für mich wird das zunehmend zu einem echten Problem, da ich diese Art von Brot nicht vertrage. Mein Magen ist mit zwei Scheiben vom Frühstück den ganzen Tag beschäftigt, oft befinde ich mich kurz vor dem Punkt, mit dem Kopf in der Kloschüssel zu hängen.

Wenn ich es nicht besser wüste, würde ich bei mir eine Brotunverträglichkeit vermuten. Mit Biovollkornbrot habe ich allerdings keine Probleme. Nicht nur das, es gibt auch Brotsorten ganz ohne Bio, die bei mir unproblematisch sind. Etwa, wenn ich selber aus Mehl, Wasser und Hefe selber Brot backe. Oder von einem Bäcker kaufe, der sein Handwerk noch ernst nimmt. Mit Sicherheit hätte ich bei den Bäckereien aus der ARD-Dokuserie „Brot & Stulle“ keine Probleme.

Wirklich gutes Brot

Es wäre daher eine falsche Prämisse zu behaupten, Brot würde krank machen. Wirklich gutes Brot macht nämlich nicht krank. Meiner Meinung nach, ohne das belegen zu können, ließen sich viele angebliche Brotunverträglichkeiten auf eine einfache Ursache zurückführen. Es ist nicht „das“ Brot, was krank macht, sondern die billige Kopie dessen, was mal echte Handwerkskunst gewesen ist.

Brotteig benötigt Zuwendung, Zeit und vor allem keine industriellen Hilfsmittel, die Zuwendung und Zeit überflüssig machen wollen. Natürlich kostet gutes Brot etwas mehr. Das ist aber dann ein Beitrag zur eigenen Gesundheit und vor allem gibt es Brote, die auch ohne Hilfsmittel lange halten.

Unser Roggenbrot wurde am vergangenen Freitag geliefert. Wir haben es heute zum ersten Mal angeschnitten (wie bestellen in der Regel immer zwei Brote in der Biokiste). Es verträglich und lecker. Frisch? So frisch muss das meiner Meinung nach nicht sein.

Persönlich finde ich ehedem, dass man aus dem Backhandwerk einen Beruf mit normalen Arbeitszeiten machen sollte, wie es einige Startupbäckereien bereits machen. Auf diese Weise würden sich auch vielleicht wieder Menschen für den Beruf des Bäckers begeistern, so wie die Menschen in der Dokumentation.

2 Kommentare

  1. Bei den irre vielen Brotsorten, die es in Deutschland heute gibt, kann man Zweifel bekommen. Es ist wichtig, glaube ich, dass man beachtet, wo man kauft. Wir kaufen unser Brot überwiegend beim Traditionsbäcker (https://baeckerei-boveleth.de/) und sind – auch, wenn es mal um Kuchen geht, damit stets gut gefahren.

    Ich erinnere mich noch an meine Kindheit. Damals gab es Weck, Graubrot und Schwarzbrot. Ab und zu mal Teebrot. Der Bäcker Schwarz kam einmal die Woche mit seinem Kombi zu uns. Wir wohnten ziemlich weit entfernt von der nächsten Stadt. Wir hatten auch keinen Führerschein in der Familie.

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