Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Karl warf sich das Geschirrtuch über die Schulter und griff nach einer der Papiertüten. Marita kam nicht dazu, sich zu bedanken, denn das Tuch rutschte von der Karls Schulter. Karl verhindert durch sein schnelles Eingreifen den Fall auf den noch nicht geputzten Fußboden. Dafür opferte er unbewusst den Inhalt der Papiertüte, die er mangels dritter Hand nicht mehr halten konnte. Es folgte ein hässliches Geräusch, als die Tüte aufschlug. Sofort sickerte eine zähe Flüssigkeit durch das Papier auf den Boden.

„Na toll!“ Marita brachte ihren Unmut zum Ausdruck. „Die letzte Flasche Rapsöl aus dem Supermarkt und du verteilst den Inhalt auf den Fußboden.“

Eilig bemühte sich Karl, die Katastrophe mit dem Handtuch einzudämmen.

„So viel zu Thema spülen und Hygiene.“ kommentierte Insa seinen Einsatz.

Währenddessen saß Josh apathisch am Küchentisch. Die Mahnung löste sich noch immer nicht in Luft auf. Marita machte einen Bogen um den am Boden knienden Karl. Sie stellte die noch verbleibende Papiertüte auf den Tisch. Josh blickte zu ihr hoch.

„Hast du an meine Mate-Cola gedacht?“

Marita zeigte mit dem Daumen ihre rechten Hand über ihre Schulter, dahin, wo Karl immer noch mit der Rapsöl-Lache kämpfte.

Insa witterte ein sich abzeichnendes Drama.

„Macht das mal unter euch aus.“ Sie ließ ihre Zimmertür hinter sich zufallen und warf sich mit Oberkörper aufs Bett.

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