Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Beim Verkauf von eigenen Restposten kann man eine Menge erleben. Vor allem sehr merkwürdige Seiten seiner Mitmenschen.

Brettspiele gegen Gas

Schnell noch ein paar Brettspiele verkaufen, bevor die Welt untergeht. Wo andere bereits wieder Nudeln und Spaghetti hamstern, kreisen meine Gedanken um ganz andere Dinge. Zum Beispiel um die Gas-Therme hier im Haus. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wirkt sich ganz unmittelbar auf die eigene Umgebung aus. Wobei ich ja den Verdacht hege, dass wir mit Gas aus Groningen heizen. Die Stadt und gleichnamige Provinz in den Niederlanden ist zwar kein Kriegsgebiet, wird aber bald so aussehen. Schuld daran sind die vertraglichen Gaslieferungen nach Deutschland. Der Gasabbau führt zu regelmäßigen Erdbeben.

Zurück aber zu den Brettspielen. Nach wie vor versuche ich ja, meine Sammlung zu verkleinern und mich von den Dingen zu trennen, die mit ziemlicher Sicherheit nie wieder gespielt werden. Wenig hilfreich ist es dabei, wenn dann Spiele wie Race to Mossow eintrudeln und die Sammlung größer statt kleiner wird. Luxusprobleme, wenn man so will. Mittlerweile bin ich beim dritten Anlauf. Bei Race for the Galaxy konnte ich zwei Erweiterungen verkaufen, das Grundspiel bliebt jetzt als Exemplar für die Urlaubsspielesammlung, die Spielschachtel selber wurde entsorgt.

Nervenaufreibende Restposten

Bei einer der Erweiterungen hab ich dann draufgezahlt, weil ich Teile der Erweiterung noch im Grundspiel hatte. Es gab dann nochmal zwei Teillieferungen an den Käufer. Der Verkauf meiner Restposten wird nicht nur deshalb zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit. Trotz Hinweis im Verkaufstext, dass ich nicht an einem Tausch interessiert sei, kommt immer wieder die Frage, ob ich nicht x gegen y tauschen würde. Auch andere wollen halt ihre Restposten loswerden.

Wenn es ein Spiel ist, was in meine eigene Sammlung passen würde, lass ich mich darauf ein. Nicht aber, wenn das in einer Unverschämtheit endet. So kam am Freitag der Vorschlag, doch Race for the Galaxy gegen Teotihuacan zu tauschen. Ach ja, und da Teotihuacan mehr wert sei, wollte der Interessent auch noch 25 Euro von mir haben. Aber eigentlich wäre es im lieber, wenn ich ihm für 40 Euro abkaufen würde. Ja nee, ist klar.

Mittlerweile nervt mich die Kiste mit den Restposten hier oben in meinem Arbeitszimmer. Auch wollte den Inhalt vor dem Osterurlaub verkauft haben, weil wir die Kiste immer nehmen, um darin die Sachen, die mit auf die Insel gehen, zu lagern.

Lustig wird vermutlich auch noch, wenn ich unsere gesamte X-Wing Sammlung als Restposten verramschen werde. Das tut bereits jetzt schon weh, sich davon zu trennen. Wird aber auch nicht mehr gespielt und setzt nur Staub an.

Nachtrag: Den Schachteleinsatz für Terraforming Mars verramsche ich zurzeit für 18 Euro plus Gratis-Spiel dazu. Nimmt aber immer noch keiner.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner