Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Bei Spielen wie Cyberpunk 2077 handelt es sich um Bananaware. Erst nach Auslieferung reifen sie mit viel Glück beim Kunden.

Shock to the system

Endlich ist er da, der Patch 1.5 für Cyberpunk 2077. Aber dazu später mehr. Das Spiel ist im Genre Cyberpunk (nicht nur zufällig ein Bestandteil des Namens) angesiedelt. Vom ersten Trailer an hat das bei mir Hoffnung, aber auch natürlich Erinnerungen geweckt. Mein erstes Cyberpunk Spiel erschien 1988 für den C64. Ich erwarb es damals vor allem deshalb, weil es auf dem Roman „Neuromancer“ von William Gibson basierte.

Ein für mich bahnbrechender Roman, der das ganze Genre definierte und eine Version eines Internets Jahre vorwegnahm. Dabei ist Cyberpunk eine Dystopie und unterschied sich deutlich von den Science-Fiction-Romanen, die ich bis dahin gelesen hatte.

Der Freundeskreis infizierte sich auch mit Cyberpunk, was zu einer Rollenspielgruppe führte, die sich für „Shadowrun“ begeisterte. Das Setting wurde dort noch mal um Elfen, Trolle, Zwerge und Magie erweitert und unterschied sich darin vom Rollenspiel „Cyberpunk“. Die vierte Edition namens Cyberpunk Red stellt mehr oder weniger die Vorgeschichte des Videospiels Cyberpunk 2077 dar.

Jenes Videospiel hätte ich mir sofort am Erscheinungstag gekauft, wenn denn nicht schon im Vorfeld Gerüchte über üble Bugs kursierten. Das Ganze wurde, um es mit dem Lied von Billy Idol auf dem Album Cyberpunk zu sagen: a Shock to the system.

Endlich Cyberpunk 2077

Enttäuschte Käufer von Cyberpunk 2077 forderten ihr Geld zurück, Sony nahm das Spiel zeitweise aus dem Playstation Store und der Börsenkurs des Entwicklers CD Projekt Red stürzte ab — die Monate nach dem Erscheinen in Kurzform zusammengefasst.

Seit gestern gibt es mit dem Patch 1.5 nun auch endlich eine an Playstation 5 und Xbox Series X/S angepasste Fassung. Zeitgleich läuft im Xbox-Store noch eine Aktion, sodass derzeit der Preis für Cyberpunk 2077 um 50 % reduziert ist. Für mich also der ideale Zeitpunkt, endlich zuzuschlagen.

Zusammen mit meiner Frau habe ich dann gestern Abend erstmal den Charakter fürs Spiel erstellt. Etwas befremdlich fanden wir, die Option, Brüste und Vagina festzulegen. Aber vielleicht hat das ja auch spielerische Gründe, wir werden sehen. Richtig ins Spiel eingestiegen sind wir noch nicht, dafür haben Brettspiele derzeit einfach Vorrang bei uns. Allerdings hoffen wir angesichts des Themas darauf, nicht ein weiteres Spiel auf der Platte zu haben, was dann doch nicht gespielt wird — so ging es uns nämlich mit Witcher 3 vom selben Hersteller und das hatte nicht mal krasse Bugs.

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