Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Auch in Ostfriesland gibt es zwischen Regen und Sturm malerische Sonnenuntergänge. Sie erwärmen die Seele und versprechen besseres Wetter.

Immanente Sehnsucht

Zugegeben, Sonnenuntergänge haftet auch der Ruf an, bildlich festgehalten schnell in Richtung Kitsch abzudriften. Vor einem gemalten Sonnenuntergang kommt eigentlich nur noch der röhrende Hirsch im Wald. Die Verlagerung des Motivs in die Fotografie macht es nicht wirklich besser. Mit etwas Mut könnte man etwa bei Instagram nach Sonnenuntergängen suchen.

Auf der anderen Seite steckt in vielen von uns wohl eine immanente Sehnsucht. Je nach Betrachtungsweise ist ein Sonnenuntergang romantisch, verlockend, verspricht etwas, kündigt was Neues an oder signalisiert das nahe Ende — etwa der Seniorenstift in Bielefeld mit dem Namen Abendsonne.

Nach einer Woche mit Wetter, welches geneigte Gemüter zum Selbstmord hätte treiben können stand der Sonnenuntergang in Emden gestern Abend für die Hoffnung auf einen sonnigen Samstag. So wurden wir heute Morgen mit hellem Licht bei knackigen Null Grad gegrüßt. Raureif auf den Dächern, man ist ja schon dankbar für einen Hach Winterstimmung.

In den kommenden Tagen soll die Temperatur sogar bei minus fünf bis minus sieben Grad liegen. Warnung vor extremer Kälte halte ich aber für völlig übertrieben. Noch in meiner Jugend war das um diese Jahreszeit nicht extrem, sondern normal.

Fotografierte Sonnenuntergänge

Wer beim Fotografieren einfach nur draufhält, mag zwar auch Sonnenuntergänge festhalten können, aber ein gutes Foto wird daraus eher selten. Ich für meinen Teil spreche da aus Erfahrung. Auch wenn ich in den vergangenen Jahren häufig Sonnenuntergänge festgehalten habe, wirklich gelungen was das Bild in seltensten Fällen. Es ist nicht nur eine Frage der Ausrüstung, sondern auch der Erfahrung beim Umgang mit Gegenlicht.

Nach wie vor würde ich mich immer noch als Fotografie-Anfänger bezeichnen. Mich tröstet allerdings dabei, dass der größte Teil der Bilder hier für den Blog ausreicht. Der Bildbedarf ist groß und trotz eines nicht kleinen Vorrats gehen die guten Motive langsam aber sicher aus.

Beim durchsehen für den Blogartikel gestern fielen mir die Bilder vom Kenia-Urlaub und die vom Irland-Urlaub in die Hände. Während ich in Irland passable Fotos mit dem Handy gemacht hatte, kam im Kenia-Urlaub einige Jahre zuvor meine erste Digitalkamera zum Einsatz. Eine Ricoh RDC-5000 mit sagenhaften 2,3 Megapixel. Entsprechend traurig sehen auf den Fotos die afrikanischen Sonnenuntergänge aus, zumal ich um möglichst viele Fotos machen zu können mit einer Auflösung von 896 x 600 Pixeln fotografierte. Da nützen dann auch keine guten Motive mehr etwas.

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