Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Mit dem Affinity Publisher steht ein kostengünstiges DTP-Werkzeug zur Verfügung. Hilfe zum Einstieg  gibt es an ungewöhnlicher Stelle.

Wundersame Welt des DTP

An meine erste Begegnung mit der Welt des Desktop-Publishing (DTP) kann ich mich noch sehr gut erinnern. An der Universität Bielefeld im Bereich Medienpädagogik konnten wir auf Apple Computer und eine Version von QuarkXPress zugreifen. Auf mich wirkte es furchteinflößend und erschlagend, aber ich bekam zumindest die Gestaltung der Hochzeiteiseinladung von meiner Frau und mir zustande. Erschwinglich war QuarkXPress damals für mich nicht. Soweit ich mich erinnere, lag der Preis bei mehreren Tausend D-Mark. Abgesehen davon gab es auch wenig Bedarf, sich weiter mit DTP zu beschäftigen. Bei mir ging es dann bald in die Richtung Webdesign, eine fast andere Geschichte.

Über meine Frau kam ich dann ein paar Jahre später in Kontakt mit LaTeX. Damit konnte man professionelle Dokumente gestalten, die sich deutlich von dem unterschieden, was sogenannte Textverarbeitungsprogramme aus dem Drucker stümperten. Nach wie vor basieren bei mir Briefe auf einer LaTeX-Vorlage, die ich mir mal aus verschiedenen Quellen zusammengebastelt habe.

Allerdings stieß ich schnell an Grenzen, als ich eine deutsche Spielübersicht für Caesar: Rome vs. Gaul machen wollte. Das Ergebnis ist ok, aber der Aufwand war doch beträchtlich. Zumal ich die Vorlage dafür nicht wirklich anpassen kann. Dazu müsste ich wirklich ganz tief in den Kaninchenbau vorstoßen.

Am Dienstag bekam ich dann einen Tipp: Affinity Publisher — ist das die Lösung für mich?

Einstieg in den Affinity Publisher

Auch wenn man den Affinity Publisher 10 Tage lang kostenlos testen kann, stand für mich recht schnell die Kaufentscheidung fest. Mit 54,99 Euro ist das Programm ein absolutes Schnäppchen. Abgesehen davon man es und mietet es nicht auf monatlicher oder jährlicher Basis. So was kenne ich von Adobe, da kostete mich das Fotografen-Abo 12 Euro pro Monat.

Zurück aber zu Affinity Publisher. Nach wie vor würde ich mich in Bezug auf DTP als Laien bezeichnen. Also habe ich mir aus dem Rheinwerk-Verlag das Buch „Affinity Publisher — Der praktische Einstieg“ gekauft. Hätte ich mir mal vorher das Inhaltsverzeichnis angesehen. Für meine Art des Lernens ist das Buch absolut unbrauchbar. Ich muss nicht jede einzelne Option erklärt bekommen oder unsinnige Übungen machen. Für mich persönlich waren die ersten 30 Seiten reine Zeitverschwendung und haben mir null geholfen. Besser wird das nach meinem Empfinden auch im Folgenden nicht.

In meiner Verzweiflung habe ich dann mit bestimmten Stichwörtern, zu denen nichts im Buch steht (die aber für Anfänger nicht uninteressant sind) mit Google gesucht. Und siehe da, ich fand etwa. An dieser Stelle noch mal ein großes Lob für die GemeindebriefDruckerei aus Gross Oesingen. Man findet bei Ihnen auf der Website hervorragende Anleitungen. Das PDF mit Gestaltungstipps für Affinity Publisher bring auf 80 Seiten genau das, was ich brauche. Das Beispiel zur Erstellung eines Gemeindebriefs ist gut übertragbar auf zum Beispiel Regeln für Brettspiele.

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