Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Brettspiele wie Triumph and Tragedy lassen sich durch eigenes Spielmaterial deutlich aufwerten. Schnell entsteht eine Bastelleidenschaft.

Pimp my Brettspiel

Im vergangene Jahr um diese Zeit nahm ich an, nicht mehr viele Brettspieleinsätze drucken zu können. Es kam dann anders, denn tatsächlich gab es in den letzten Monaten noch eine ganze Reihe von Spielen, die keine Einsätze hatten. Zusätzlich fing ich an, für einige Spiele das Material aufzuwerten. So gab es zum Beispiel bei der Kickstarter-Version von Kemet schicke Obelisken. Mit denen kann man auf dem Spielplan den Standort der an sich nur aufgedruckten Obelisken besser erkennen. Nicht verkehrt, denn sie erfüllen eine wichtige Funktion im Spiel. Bei Thingverse fand ich eine Vorlage, die ich zur besseren Druckbarkeit anpasst. Mit dem Ergebnis bin ich ziemlich zufrieden.

Bereits vorher half ich bei „A War of Wishpers“ mit dem Material etwas nach. Im Vordergrund standen und stehen bei mir allerdings nach wie vor die Schachteileinsätze. Die gingen mir dann vergangene Woche definitiv aus. Wobei sich nach wie vor Spiele im Regal ohne Fahrschein befinden. Jedoch gibt es längst nicht für jedes Spiel eine fertige Druckvorlage. Entsprechend mache ich derzeit wieder das, was ich bereits vor dem 3-D-Drucker mit Schaumpappe gemacht habe: Komplett eigene Schachteileinsätze basteln. Der für Triumph and Tragedy ist dabei der Erste, der fertig wurde.

Spielplanmatte für Triumph and Tragedy

Wie bei so vielen Dinge im Leben ist das ein Stück weit Learning by Doing. Eigentlich stehen fast alle GMT-Spiele aufrecht in einem Kalax-Regal im Wohnzimmer. Durch mein Design bei Triumph and Tragedy ist das aber in der Form blöd, denn das Spielmaterial wird ordentlich durchgeschüttelt. Daher bekommen die Döschen bei Caesar: Rome vs. Gaul alle einen Deckel.

Bleiben wir aber bei Triumph and Tragedy. Es hat etwas gedauert, bis ich dieses Spiel in meine Sammlung einreihen konnte. Als die zweite Auflage noch verfügbar war, fand ich es zwar interessant, sah aber keine Gelegenheit, wann es auf den Tisch kommen würde. Als die sich abzeichnet, hieß es für mich warten auf die dritte Auflage. Die trudelte dann kürzlich ein. Mittlerweile mit „Mounted Map“, wie es bei GMT heißt, wenn das Spiel einen ordentlichen Spielplan auf Pappe statt nur dünnes Papier hat (sonst eher üblich bei Wargames).

Allerdings ist die Map nur mit Gewalt zu überzeugen, halbwegs plan auf dem Tisch zu liegen. Man kennt das von vielen in den letzten Jahren produzierten Brettspielen, ganz egal von welchem Verlag. Da bei GMT die Karten in der Regel auch im Modul für die Vassal-Engine enthalten sind, konnte ich mir über Deep-Cut Studio eine Spielmatte drucken lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und werte das Spiel zusammen mit dem gedruckten Material in jedem Fall auf.

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