Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Trolle füttern leicht gemacht

Definitiv nicht auf der Liste bedrohter Arte stehen Trolle. Sie erfreuen sich einer ausufernden Population.

Der Klügere steckt ein

Ein weiser Mann sagte eins in Bezug auf das Heise-Forum: „Füttere nicht die Trolle!“ Abgesehen davon, dass es diesen weisen Mann nicht gab und es vermutlich bei den damaligen durchschnittlichen Internetnutzer eher ein weißer Mann war, heißt es im Original auch „Don´t feed the trolls“. Man könnte es auch anders umschreibe. Etwa in der Form: Der Klügere gibt nach.

Allerdings wird dann den Dummen sukzessive die ganze Welt überlassen — auch keine besonders nette Vorstellung. Es spricht viel dafür, Trolle trotzdem zu füttern beziehungsweise ihnen Konter zu gehen. Insbesondere bei der inflationären Zunahmen von Menschen, die soziale Netzwerke als Möglichkeit sehen, ihr Gemüt zu kühlen. Um es mal höflich auszudrücken. Es hat aber wohl jeder seine eigene, persönliche Strategie, mit Hass und Mobbing im Netz umzugehen.

Schwierig wird es zudem, wenn die Eindeutigkeit fehlt und die Bösartigkeit nur im Unterton mitschwingt. Mittlerweile bemühe ich ernsthaft, kein Öl ins Feuer zu gießen. Oft hilft es, bei bestimmten Beiträgen einfach noch mal eine Nacht darüber zu schlafen. Oder direkt weitere Benachrichtigungen zu dem betreffenden Beitrag zu blockieren.

Auch Brettspieler sind Trolle

Trolle kommen in den besten Familien vor, heißt es. Mit anderen Worten, selbst in einem Forum für Brettspieler kann dir einer über den Weg laufen. Erfahrungen der unangenehmen Art im Zusammenhang mit Brettspielern konnte ich bereits zur Genüge in Köln sammeln. Auch für meine Website mit Brettspielrezensionen habe ich mehr Prügel bezogen, als ich jemals erwartet hätte.

Aber ein unangemessener Kommentar auf eine Regelfrage bei BoardGameGeek? Ich hatte bezüglich meines Erlebnisses bei Clash of Cultures eine Frage bezüglich des Balancing gestellt. Daraufhin hielt ich eine Antwort, die so weit auch ok war. Eigentlich wäre das Thema damit abgeschlossen gewesen. Es mischte sich jedoch noch jemand ein, der gerade mal ein Spiel auf seiner Liste hat (Clash of Cultures) und bisher nur dazu Beiträge verfasst hat:

Frequently someone new to a deep board game might experience an opponent using a tactic where they don’t know how to handle it and jump to it being overpowered. You’re not exclusive to this, it’s a natural response

Schaut man sich mein Profil bei BGG an, wird man verstehen, warum ich bei so einem Satz mehr als angepisst bin. Seit 11 Jahren auf BGG, 422 Spiele in der Sammlung und seit der Verwendung der Statistik App 1987 aufgezeichnet Spielpartien. Nebenbei bemerkt sind da auch einige GMT Games gelistet, neben denen Clash of Cultures wie ein Vorschulkind aussieht. Aber nein, ich lass die Aussage dennoch einfach auf sich beruhen. Ein kurzer Stich ist besser, als wenn man Benzin aufs Feuer kippt.

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