Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Ein klassisches Rezept aus Osteuropa ist Borschtsch. Wobei ihn eine verstorbene Freundin aus der Ukraine sicher anders gekocht hätte.

Ukraine auf Rezept

Sitz man ohne Verhandlungsbereitschaft am Tisch beieinander, ist das Tischtuch im Prinzip bereits zerrissen. Die Gefahr eines russischen Einmarsches in die Ukraine ist mittlerweile sehr hoch. Kommt es tatsächlich zu einem Krieg zwischen Russland und der Ukraine, wird sich das in jedem Fall auch auf uns in Deutschland auswirken. Das wohl noch harmloseste sind dann noch weiter steigende Gaspreise bis hin zu möglichen Versorgungsengpässen. Zudem ist es vorstellbar, dass der militärische Konflikt eskaliert und andere Länder mitreißen wird.

Zudem kann eine europäische und US-amerikanische Antwort, wie auch immer sie ausfallen wird, Russland zu weiteren Maßnahmen treiben. Das alles nur, weil ein gewisser Herr P. in der Vergangenheit lebt und die Eigenständigkeit der Ukraine so wie der baltischen Staaten und andere Länder am liebsten wieder beenden würde. Die Träume von der Großmacht in den Grenzen der ehemaligen UdSSR. Es ist befremdlich und nahezu tödlich für den Weltfrieden.

Ganz abgesehen davon werden die Interessen der Mehrheit der Menschen in der Ukraine und anderen ehemaligen Unionsrepubliken komplett ignoriert. Rund 40 Prozent des in Deutschland verbrauchten Gases stammt aus Russland. Eine Abhängigkeit, die gerade jetzt fataler den je ist.

Wie sich der Konflikt für alle Beteiligten zur Zufriedenheit noch lösen lässt, dafür gibt es wohl leider kein Rezept. Insbesondere Russland scheint es auf maximale Eskalation anzulegen.

Korrigierte Version von Borschtsch

Kommen wir daher zu einem ganz anderen Rezept. Im vergangenen Jahr im Juli schrieb ich einen Blogartikel als Nachruf zu Alfred Biolek. Darin findet sich ein Rezept für Borschtsch, so wie ich es seit Jahre koche — ohne mir je Gedanken darüber zu machen. Vergangenen Freitag unterhielt ich mich mit meinem Friseur wie so häufig übers Kochen. Über das, was es an Weihnachten gab, aber auch darüber, was man am Wochenende vorhabe zu kochen. Für den Samstag stand bei meiner Frau und mir Borschtsch auf dem Plan. Hatten wir schon länger nicht mehr gekocht und da in der Biokiste Rote Beete drin waren, ergab sich das dann so.

Jedenfalls, mein Friseur wurde neugierig und fragte nach dem Rezept für Borschtsch, welches ich ihm zusicherte. Zum Glück habe ich es nicht sofort am Freitagabend herausgeschickt, denn am Samstag beim kochen fiel mir so einiges aus.

Das Rezept ist mehr oder weniger eine wilde Mitschrift, mit der ich bisher zurechtkam. Allerdings fehlen eine ganze Reihe von Angaben und Tipps. Das fängt schon mit der Menge Tomatenmark an. Sollten 3 EL sein. So wie 500 g Sauerkraut und drei Zwiebeln und zwei Zehen Knoblauch. Dazu kommen zwei Dosen geschälte Tomaten a 400 g. Abgeschmeckt wird das Ganze am Ende mit Salz und Pfeffer.

Sauerei vermeiden

Wir bleiben beim Rezept für Borschtsch, auch wenn ich mir wünsche, dass in Bezug auf die Ukraine auch jegliche Sauerei vermieden wird — im Übrigen, der Eintopf aus dem Rezept hat eine satte blutrote Farbe.

Beim Raspeln der Roten Bete sollte man unbedingt Einweghandschuhe tragen und alles in Spritzreichweite mich Küchenpapier abdecken. Die Rote Bete färben ziemlich intensiv.

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