Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Am Ende passte alles zusammen. Der geheimnisvolle Investor Claus S. unterschrieb den Vertrag, ohne ihn sich durchzulesen. Tim wurde den Eindruck nicht los, S. irgendwoher zu kenne. Möglicherweise litt Tim noch an den Nachwirkungen des VR-Spiels. Jeff und Tina läge völlig richtig. Es befand sich noch zu viele Bugs im Spiel. Zudem gab es erhebliche Nebenwirkungen, wenn man längere Zeit die VR-Brille trug. Details, die Claus S. zu ihrem Glück nicht interessierten. Tin, Jeff und Tim schafften es gerade noch, sich bis zum verlassen der schicken Penthouse-Wohnung zu beherrschen. Im Fahrstuhl brach dann die Erleichterung aus ihnen heraus.

Währenddessen betrachtet Claus S. sein Exemplar des Vertrages. Wie unfertig das Spiel derzeit war, wusste er sehr wohl. Selbst die Risiken kannte er, sogar mehr noch als die drei, die er am Monitor durch die Kamera im Fahrstuhl beobachtete.

„Rudolph, es ist das Geschäft unseres Lebens!“

Sein Mitarbeiter kam auf zwei Hufen aus dem Baden, das Saunahandtuch locker um seinen Körper gewickelt.

„Keine Lieferungen mehr?“

„Keine Lieferungen mehr.“

„Versprochen?“

„Verspochen!“

In Gedanken sah sich Claus bereits zusammen mit seinem Mitarbeiter im Liegestuhl am Strand einer Karibik-Insel. Einen Cocktail in der Hand und allen, die auf Geschenke warteten, den Mittelfinger zeigend. Man brauchte nur das richtige Spiel, um aus dem Geschäft für immer aussteigen zu können.

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