Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Kochen im Römertopf könnte auch in diesem Jahrtausend wieder richtig hip werden. Zumindest mit guten Rezepten.

Kompetenz statt Gewurstel

Bevor wir hier gleich mit dem Römertopf durchstarten eine kleine tagesaktuelle Anmerkung. Soeben stellt Olaf Scholz, designierter Bundeskanzler, die Riege der SPD-Ministerposten mit den künftigen Besetzungen von. Karl Lauterbach wird Bundesgesundheitsminister. Zum einen ist das fällig und verdient, zum anderen kommt mit Lauterbach jemand ins Amt, der wirkliche Kompetenz vorzuweisen hat — anders als sein Vorgänger im Amt. Gerade während einer Pandemie sind ausgewiesenen Experten an der richtigen Stelle wichtig. Wir wollen hier aber nicht den Tag vor dem Abend loben. Schauen wir mal, wie er das Amt ausfüllen wird.

Die richtigen Entscheidungen zu treffen ist nicht immer einfach im Leben. Ob es eine falsche Entscheidung war, stellt sich auch häufig am Ende heraus. So viel sei schon mal gesagt, einen Römertopf zu kaufen war definitiv keine.

Zugegeben, Nervosität machte sich gestern bei mir breit. Mit dem Tongefäß zu kochen ist zwar recht einfach, aber genauso einfach lassen sich Fehler machen. Nicht vorab wässern etwa. Oder die Todsünden, den Römertopf kalt in einen heißen Backofen stellen. Es wäre dann gestern das erste und auch letzte Mal gewesen.

Rotweingulasch aus dem Römertopf

Mit einem großen Spickzettel begab ich mich gestern am frühen Nachmittag in der Küche. Kochen im Römertopf bedeutet, viel Zeit einzuplanen. Als Erstes folgte die Grundreinigung vor der ersten Benutzung, dann das Wässern. In der halben Stunde habe ich dann das Gemüse geschnippelt und nebenbei nicht wie sonst üblich den Ofen schon mal vorgeheizt.

Das Fleisch wurde dann mit Gewürzen eingerieben und zusammen mit Gemüse und fast einem halben Liter Rotwein in den Römertopf gegeben. Deckel darauf, Ofen auf und auf 190 Grad einstellen. Dann hieß es: Auf hoher See und im Ofen ist man in Gottes Hand. Erst drei Stunden später sollte etwas Sahne und Speisestärke für eine weitere halbe Stunde dazu. Das gab mir dann die Gelegenheit, die Spätzle als Beilage vorzubereiten.

Gut, die war jetzt nicht selber gemacht, dafür aber der Rest. Am Ende der sehr langen Koch- und vor allem Wartezeit standen dann drei Dinge fest. Der Römertopf ist nicht zersprungen, das Gericht war total lecker (und kam ohne anbraten aus) und wir werden definitiv auf diese Weise mehr Gerichte zubereiten.

Im Übrigen, auch wenn es im Beipackzettel heißt, man könne den Topf in der Spülmaschine reinigen, werde ich genau das auf keinen Fall machen. Ach ja, und das rezept dazu findet sich hier.

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