Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Einst versenkten tapfere Finanzbeamte aus Nibelung Steuergelder im Rhein. Bisher wurde der Schatz der Nibelungen nicht gefunden.

Achtung Steuer!

Während bereits Kinder von der jährlichen Umstellung der Zeit wissen, erwartet sie erst im Erwachsenenalter ein viel größerer regelmäßiger Schrecken. Die Abgabe der jährlichen Steuererklärung. Selbstverständlich passt die nicht auf einen Bierdeckel, schließlich leben wir in Deutschland. Das Land, in dem Faxgeräte nach wie vor die gängige Kommunikationsform bei Ämter und Behörden sind.

Die eine Hand weiß nicht, was die andere tut.

Es kommt aber noch schlimmer. Bis heute wusste ich nicht, dass es bundesländerübergreifend kein einheitliches Softwaresystem in den Finanzämtern gibt. Auf die Erfahrung hätte ich gerne verzichtet, aber bei einem Umzug von Köln nach Emden bleibt einem so was nicht erspart.

Seit über 10 Jahren lassen wir unsere Steuererklärung professionell von einem Steuerberater erledigen. Den guten, welchen wir in Köln fanden, werden wir auch hier in Emden beibehalten. Aber auch er ist machtlos, wenn die Mühlen der Behörden langsam mahlen. In Emden wartet man auf Unterlagen aus Köln. Daher müssen wir uns wohl noch etwas gedulden, schließlich haben wir die Steuerklärung erst Anfang April 2021 eingereicht. Aber wehe, man muss etwas an das Finanzamt abführen. Dann sind die ganz fix. Zumindest bei den kleinen Leuten.

Jedenfalls, mir wird ein Stück weit klar, warum so Tricks wie Cum Cum oder Cum Ex überhaupt möglich sind. Kommen wir aber zu den Nibelungen.

Schatz der Nibelungen

Die deutschen Sagen sind als Kind an mir weitestgehend vorbeigegangen. Mit den Nibelungen konnte ich daher lange Zeit nichts anfangen. Noch in meine Teenager-Zeit interessierten mich eher die griechischen Heldensagen.

Aber egal, bei den Nibelungen handelt es sich wohl um ein angebliches Zwergengeschlecht, welches seinen immensen Goldschatz im Rhein versenkte. Das lockte über die Jahrhunderte immer wieder Glücksritter auf der Suche nach dem Gold an den Rhein.

Jetzt wurde tatsächlich ein riesiger Goldschatz gefunden. Na ja, jedenfalls etwas Ähnliches. Laut Bericht von tagesschau.de schlummert im Oberrheingraben ein riesiges Lithium-Vorkommen. Was vor hundert Jahren eher wertlos war, ist mittlerweile ein wichtiger Rohstoff, zum Beispiel für den Bau von Hochleistungsakkus für Elektroautos. Das sogenannte weiße Gold wird bisher vornehmlich in entwicklungschwachen Ländern abgebaut. Mit erheblichen negativen Folgen für Menschen und Umwelt. Ein Abbau in Deutschland hätte erhebliche Vorteile.

Im Übrigen, keine Sage ist es, dass in Estland die Steuerrückerstattung innerhalb von fünf Werktagen erfolgt.

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