Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Die Wirkung von Globuli wurde in der Vergangenheit unzureichend belegt. Als Streukügelchen wirken sie dabei wie Sand im Augen.

Mehr sein als Schein

Mit einer gehörigen Portion Augenzwinkern könnte man behaupten, in Emden würde es eine Partei der Homöopathen geben. Die Wirkung der GfE (Globuli für Emden) geht auch nicht über den Placeboeffekt hinaus. Immerhin sahen das auch mehr Bürgerinnen und Bürger ein als bei der vergangenen Wahl.

Bleiben wir aber lieber bei Globuli statt uns in die politischen Niederungen in Ostfriesland zu begeben. Spannend finde ich an den Zuckerkügelchen, wie stark sie mich an etwas mit tatsächlicher Wirkung erinnern. Vermutlich kennen die meisten meiner Generation noch den Slogan und die Werbung dazu:

Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist bitter

Der Impfstoff wurde zumindest mir damals im Gesundheitsamt auf ein Stück Zucker geträufelt. Damals meint eine Zeit, wo Menschen noch nicht auf die Straße gegangen sind, weil sie einfach zu blöd sind, medizinische Zusammenhänge zu begreifen. Jetzt fange ich mich aber wieder an aufzuregen, ich sollte definitiv nicht so viel Kluntje in meinen Tee packen. Ist schließlich purer Zucker. Wobei Tee ja auch etwas ist, was wirkt.

Wie dem auch sei, eigentlich wollte ich über eine ganz andere Form der Homöopathie schreiben. Nämlich die im Kundenservice.

Online dank Globuli

Am vergangenen Dienstag brach mir das Internet alle 45 Minuten weg. So was ist wenig amüsant, wie ich bereits am 2. September im Zusammenhang mit der Störung bei Vodafone beschrieben hatte. Auch diesmal vermutete ich eine Störung, aber immerhin kam ich bis zum Kundensupport durch. An Vodafone läge das nicht, es wäre wohl dann der Hausanschluss.

Es wurde ein Techniker-Termin für Mittwoch angesetzt zusammen mit dem Hinweis, dass es mich 99 Euro kosten würde, wenn die Störung hinter der Hausanschluss liegen würde. Der Termin am Mittwoch platze dann, weil der Techniker es nicht schaffte. Immerhin gab es eine Art Fernheilung, denn das Internet brach am Mittwoch nur viermal weg — was meine Theorie stärkte, dass es kein technischer Defekt am Hausanschluss oder bei uns im Haus ist.

Donnerstag Vormittag kam dann der Techniker, der einen zu starke Dämpfung am Hausanschluss feststellte und diese behob. Weitere Störungen konnte er nicht feststellen. Zum Dank brach das Internet dann nur zweimal an diesem Tag fest. Dafür dann heute gleich viermal bisher.

Der Termin diente nur der Augenwischerei, in der Hinsicht also eine Art technisches Globuli. Die wahre Ursache selber liegt meiner Vermutung nach darin, dass hier in der Region von Vodafon mehr Kunden-Anschlüsse vorhanden sind als eigentlich aufgrund der vorhandenen Kapazität sinnvoll wären.

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