Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Es gab nur leichten Aufwind für die GRÜNEN in Emden. Sieger der Kommunalwahl in der Seehafenstadt ist die SPD.

Qual mit drei Stimmen

Am vergangenen Sonntag hatten die Emderinnen und Emder die Wahl. Wobei das nicht eigentlich nicht ganz richtig ist. Mit der Briefwahl gab es bereits vorher die Möglichkeit, seine Stimme abzugeben und nicht erst am Wahlsonntag. So was ist natürlich dann fatal, wenn man sich verwählt hat. Also bis zum Stichtag feststellt, was für ein Blödsinn der Kandidat oder die Partei von sich gibt, für die man sich entschied.

So ist das aber nun mal bei der Wahl. Ein 10-tägiges Rückgaberecht wie bei einer Onlinebestellung gibt es nicht, selbst wenn das „Produkt“ schwerwiegende Mängel aufweist. Man muss damit klarkommen.

Ebenfalls umgehen muss man mit dem Umstand, dass man bei der Kommunalwahl in Emden und vermutlich auch im restlichen Niedersachsen drei Stimmen vergeben konnte. Damit lässt sich reichlich Unfug anstellen, aber mit Blick auf das Endergebnis der Kommunalwahl hier in Emden sieht es eigentlich so aus, als ob der überwiegende Teil der Wählerinnen und Wähler nicht überfordert gewesen ist — vorher hatte ich ja so meine Zweifel.

Apropos Zweifel: Die kann man schon mal bekommen, wenn man sich die Wahlbeteiligung anschaut. Gerade mal 46,95 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Ein Wähler brachte das gestern Morgen gut auf den Punkt. Anderswo kämpfen Menschen unter Lebensgefahr, um wählen zu dürfen.

Butter zur Kommunalwahl

Eigentlich heißt es ja „Butter bei die Fische“, wenn man endlich auf den Punkt kommen soll. Nun also, schauen wir uns das Ergebnis der Kommunalwahl man im Detail ein (In Klammern die Ergebnisse von 2016.

  • SPD 35,64 % (+4,64 %)
  • GfE 9,97 % (-10,24 %)
  • CDU 17,9 % (-1,22 %)
  • FDP 12,7 % (-0,1 %)
  • GRÜNE 14,21 % (+2,87 %)
  • Die Linke. 5,15 % (- 0,05 %)

Der wohl größte Verlierer der Kommunalwahl hier in Emden dürfte „Gemeinsam für Emden“ (GfE) sein. Viele kann ich persönlich zu dieser Partei nicht sagen, da ich erst seit gut einem Jahr in Emden lebe. Mir sind nur deren Plakate im Wahlkampf negativ aufgefallen. Eine Angstkampagne gegen das Zentralklinikum und das in Abrede stellen der Kompetenz aller anderen Parteien. So was kommt zumindest bei mir nie gut an.

In Emden kannste eine rote Tonne als SPD-Kandidaten aufstellen, die würde auch gewählt werden (ostfriesisches Sprichwort)

In Emden ist die SPD wohl aus ihrem Tal der Tränen herausgekommen, ob das jetzt zu einer anderen Politik führt oder sogar schon ein zeichen für die Bundestagswahl ist, sei dahin gestellt.

Dahingestellt sei auch der Sinn von 248 ungültigen Stimmen. Leute, die zählen nicht. Wenn mit keiner Partei einverstanden seid oder einfach zu blöd zum Wählen, spart euch die Wahl und bleibt zu Hause im Bett.

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