Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Die neue Welt von Armin Laschet kann man sich im Grunde nur schön trinken. Dazu eigene sich alter Wein aus dem Ahrtal.

Drohkulisse offenbart

In gut vier Wochen sind Bundestagswahlen. Zeit für den CDU-Kandidaten Armin Laschet, eine Drohkulisse aufzubauen. Dabei gibt es wesentlich Schlimmeres als eine etwaige Koalition der SPD mit den Linken. So eine Art Rote-Socken-Kampagne ist einfach nur von vorgestern. Genauso im Übrigen wie Friedrich Merz. Mit dem Namen sind wir dann auch schon beim echten Schreckensszenario, welches Laschet den Wählerinnen und Wählern vor Augen führt. Laut Laschet sei Merz das „wirtschafts- und finanzpolitische Gesicht der CDU“ und solle auch in der künftigen Bundesregierung eine wichtige Rolle einnehmen.

Wer jetzt noch CDU wählt, hat definitiv Lack gesoffen. Merz ist, um es in der Sprache des Altkanzlers Schröder in Worte zu fassen, ein lupenreiner Lobbyist, zuletzt erfolgreich tätig bei BlackRock. Allerdings sollte es zu denken geben, dass Robert Habeck bei Maybrit Illner im ZDF Merz ausgerechnet auf seinem Feld der Wirtschaftskompetenz ziemlich als aussehen ließ. Kompetenz geht anders.

Hinzu kommt bei Merz noch seine tragische Rolle als ewig gescheiterter Bewerber um höchste Ämter in der CDU. Der Mann ist eine Art Isnogud, der Kalif anstelle des Kalifen werden möchte.

Kurz und schlecht, Laschet präsentiert mit Merz ein erstes Gesicht für sein Schattenkabinett unter dem Label „Alter Wein in neuen Schläuchen“. Wobei zu befürchten ist, dass auch bereits amtierende Unionspolitiker in der Bundesregierung unter Laschet weiter im Amt bleiben. So zum Beispiel der Bundesverkehrsminister.

Mehr alter Wein

Lassen wir aber die Politik für ein paar Stunden hinter uns. Sie ist derzeit so zum verzweifeln, dass bei zur Neige gehenden Vorräten auch alter Wein getrunken wird. Wobei mit dem ganzen Spruch „alter Wein in neuen Schläuchen“ eigentlich grundsätzlich etwas nicht stimmt. Wer würde denn schon einen ganz frischen Barolo trinken? Aber gut, derzeit steht ehedem wieder Federweißer auf dem Plan, denn es ist Anfang September — mein erklärter Lieblingsmonat. Was umgekehrt bedeute, mit dem hinter uns liegenden August ist wieder ein Monat um.

Noch auf dem letzten Drücker gestern Abend kam noch mal Brettspiel auf den Tisch, das kein alter Wein in neuen Schläuchen ist, sondern sich immer nicht frisch spielt. Wein kommt als Ressource bei Concordia auch noch vor. Völlig überrascht war ich gestern beim erklären des Spiels für einen neuen Mitspieler, welchen kapitalen Fehler wir bisher immer bei der Karte „Praefectus Magnus“ gemacht hatten. Nutzt man einen Präfekten zur Produktion und hat die Karte Praefectus Magnus vor sich liegen, wird diese automatisch ausgelöst — und nicht optional, wenn man sich dafür entscheidet.

Wie dem auch sei, mit Concordia umfasst der August 25 gespielte Partien. Einsamer Spitzenreiter mit 10 davon ist „Civilization: A New Dawn“.

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