Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Die zweite Urlaubswoche begann heute mit einer Tour nach Marienhafe. Besonderes Highlight aufkommender Starkregen.

Unerwähnte Grausamkeiten

Sich nicht vom Wetter abschrecken lassen. Ich erwähnte diese Urlaubs-Fahrrad-Regel bereits mehrfach. Daher machten wir uns heute Morgen trotz eher ungünstiger Prognosen auf den Weg nach Marienhafe. Die Tour 18 der Emder Zeitung wandelte ich etwas ab, um die Handfähre Pünte diesmal zu vermeiden. Streckenmäßig mussten wir dafür dann allerdings den Radweg entlang der Bundesstraße auf dem Hinweg in Kauf nehme.

Lange Straße immer geradeaus mit viel Autoverkehr dazu, der für eine permanente Geräuschkulisse sorgt, es gibt wirklich Schöneres. So was mochte ich früher schon in meiner Jugend nicht. Immerhin, es gibt einen Radweg. Groß abgekürzt haben wir die Tour insgesamt auch nicht, wir kamen sogar auf 54 Kilometer von Emden nach Marienhafe und zurück statt der angegebenen 53 Kilometer. An dieser Stelle wollen wir aber nicht kleinlich sein. An anderer dafür schon.

Im Kleingedruckten zur Tour wird unter Sehenswürdigkeiten das KZ Außenlager Engerhafe aufgeführt. In Bezug auf die Wortwahl finde ich das daneben, dieser Ort hätte einen eigenen Punkt verdient. Aber vielleicht wären 188 Tote in einem Radwanderführer einfach zu wenig. Ich weiß es nicht. Meine Frau und ich jedenfalls werden diese Gedenkstätte noch mal gesondert ansteuern und uns Zeit für die Geschichte nehmen.

Zurück aber zur Tour nach Marienhafe.

Ruhetage in Marienhafe

Selbstverständlich lerne ich bei der Tourenplanung nicht dazu. Weder informiere ich mich über Sehenswürdigkeiten oder markante Orte am Ziel noch über lokale Besonderheiten wie Ruhetage der Gastronomie. Anders als in Aurich fanden wir in Marienhafe allerdings noch eine Möglichkeit zur Einkehr. Irgendwas neu eröffnetes Asiatisches, wo es auch Burger, Wraps und Baguettes gab. Kann man machen. Würde der Ostfriese wohl sagen. Immerhin, das alkoholfreie Becks ging in Ordnung.

Auf dem Rückweg erwischte uns dann kurz hinter Marienhafe eine Regenwolkenfront. In wenigen Minuten waren wir durchnässt, oben herum geschützt durch eine Regenjacke. Durch qualifizierte (und bewährte) Ausrüstung wurde aber in den Taschen nichts nass, Ortlieb sei Dank.

Allerdings ist die Navigation etwas herausfordernd, wenn das Display unter Regenbeschuss steht. Nach gut 10 Minuten war der Spuk dann wieder vorbei. Zumindest bis gerade eben, denn jetzt kam das angekündigte Gewitter inklusive Regen doch noch zu Besuch. Wir sind aber wieder zu Hause und können uns das trocken durchs Fenster anschauen.

Die heutige Tour fügt unserer Karte eine weitere Markierung hinzu und ist eine gute Vorbereitung für eine Tour nach Norddeich. Das entspräche der Tour 12 im Radwanderbuch mit einer Länge von 62 Kilometer. Allerdings wird da eine Bahnfahrt für die Rückfahrt anvisiert. Möglicherweise ist man mit einer anderen Streckenführung schneller in Norden und kann sich die Bahnfahrt auf dem Rückweg sparen.

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