Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Kleine Fahrt Richtung Großes Meer. Strandsehnsucht kann man in Ostfriesland auch an Binnengewässern stillen.

Dritte im Bunde

Punktlandung um 16 Uhr wieder in Constantia nach heute „lediglich“ 34 Kilometer Fahrradtour. Die dritte Tour am dritten Tag hintereinander führte uns zum Gebiet Großes Meer. Dabei handelt es sich um einen See, aber hier oben in Ostfriesland wird die Bezeichnung Meer verwendet in Abgrenzung zu See wie in „Nordsee“. Verwirrend, aber man gewöhnt sich daran. Zurück aber zur Punktlandung. Wir schafften es gerade noch, die Mülltonnen wieder rein zu holen, bevor Regen und Gewitter einsetzen. Damit habe ich in den ersten vier Urlaubstagen die Sonnenstunden optimal genutzt. Heute etwa nach Leer und zurück zu fahren, wäre etwas feuchter geworden.

Man muss auch nicht jeden Tag neue Rekorde aufstellen. Die Ecke Großes Meer stand ehedem noch auf unserem Plan und bot sich aufgrund der Entfernung für heute an. Rund eine Stunde Fahrtzeit kann man einplanen, dann erwartet einen schon der größte ostfriesische Binnensee (Eigenwerbung). Je nach dem, wie man fährt, muss man noch etwas Handarbeit einplanen, denn es erwartet einen die Handfähre Pünte. Keine Fährfrau oder Fährmann warte, sondern man muss mit Muskelkraft selber übersetzen. Macht aber garantiert Spaß. Nur beim etwas längeren Warten könnte Neid auf die Besitzer der tollen Häuser direkt am Großen Meer aufkommen.

Abenteuer Großes Meer

Großes Meer bedeutet aber nicht nur Handfähre, sondern Strandfeeling, paddeln, schwimmen und Camping. Dass man vor Ort auch nach 14 Uhr toll Fisch essen kann, versteht sich von selbst. Man ist schließlich nicht in Aurich. Für uns steht seit heute fest, Großes Meer, da wollen wir öfter hin. An der Strecke selber muss ich nicht etwas basteln, aber je besser die Karte im Kopf wird, desto leichter geht das von der Hand.

Das Navi kennt zwar die Richtung, aber das Wegenetz ist doch deutlich dichter. Zumal es Schöneres gibt, als auf dem Fahrradweg an der Auricher Straße entlang zu fahren. Da nehme ich auch eine längere Strecke in Kauf. Für den Rückweg fuhren wir dann nämlich wieder auf dem Fahrradweg entlang des Ems-Jade-Kanals. Im Übrigen, dieser Fahrradweg könnte noch erheblich erweitert werden. Schön wäre wirklich ein durchgehender Radweg bis nach Wilhelmshaven. Aktuell wirkt es eher, als ob ein Kölner das Konzept launisch umgesetzt und nach einem Drittel der Strecke keine Lust mehr gehabt hätte.

Besonderheiten bei unserer Tour Großes Meer gab es diesmal auch. Donnerstag scheint außerhalb von Emden der „es wird nicht gegrüßt Tag“ zu sein. Oder aber, es waren zu viele Touristen unterwegs. Wobei wir an der Handfähre auf ein Paar vom Bodensee stießen, die sehr nett waren (sie war gebürtige Ostfriesin). Vermutlich liegt es daran, dass man aus einer Urlaubsregion kommend sich so verhält, wie man selber die Touristen vor der eigenen Haustür auch gerne hätte.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.