Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Die Entwicklung von Evernote zu einer irgendwie undefinierten Applikation erschreckt. Aus dem Tool ist eine unbrauchbare Anwendung geworden.

Wissen macht Arbeit

Die Verwaltung eigner digitale Dokumente, Notizen und Idee ist ein Unterfangen, welches mich immer wieder beschäftigt. Seit über 13 Jahren nutze ich Evernote als bezahlten Dienst. Die anfängliche Hoffnung, damit eine dauerhafte Lösung für Erfassung und Verwaltung von Notizen gefunden zu haben, ist in den letzten Jahren geschwunden. Insbesondere die neusten Entwicklungen bei Evernote machen das Tool für mich nahezu unbrauchbar. Die neue Tarifstruktur wirft bei mir die Frage auf, Ober ich Hörner, geflecktes Fell und ein Euter habe — Kühe kann man nämlich melken.

Vor Evernote gab es zahlreiche andere Tools, die ich ausprobierte. Unter anderem ein Wiki und Devon Think. Letzteres Tool ist nicht verkehrt, aber an eine Plattform gebunden. Genau das, was ich als Sackgasse empfinde. Durch die tägliche Arbeit mit verschiedenen Tools merkt man gerade über einen längeren Zeitraum, was zur eigenen Methodik am besten passt und was eher nicht. Je flexibler eine Lösung ist, desto besser finde ich sie. Das Tool muss sich mir anpassen, nicht umgekehrt.

Zudem gibt es bestimmte Funktionen, die ich nicht in er Applikation zur Verwaltung von Notizen benötige. Dazu gehört eine Aufgabenverwaltung und ein Kalender, die deutlich träger sind als spezialisierte Programme. Auch da hat sich Evernote auf einen Kurs begeben, den für nicht sinnvoll halte.

Ablösung von Evernote

Es gibt ein Programm, welches ich täglich über viele Stunden nutze, sowohl beruflich als auch privat. Mit dem ich unterschiedliche Formen von Dokumenten speichern kann, Notizen und Anmerkungen stellen und wo auch Webseiten abgelegt werden können. Gleichzeitig bestimme ich den Speicherort und kann mir für verschiedene Projekte jeweils eine eigene Umgebung schaffen. Schlagworte gibt es natürlich ebenso wie ein Revsionsmanager und eine Suchfunktion mit der Möglichkeit, Suchergebnis abzuspeichern. Ach ja, Scrivener gibt es für Mac OS und Windows sowie für iOS.

Insbesondere bei der Arbeit an meinem Skript für das Wemos D1 mini Projekt konnte ich noch mal feststellen, wie flexibel Scrivener eigentlich ist. Natürlich benötigt man darüber hinaus noch eine übergreifende Ablage, die es dank NAS von Synology mit Note Station auch gibt.

Eigentlich wollte ich Evernote weiter benutzen, weil es als Ablage für große Datenmenge wirklich praktisch ist und es einen Webcliper auch für Safari gibt. Am vergangenen Wochenende musste ich jedoch feststellen, welche Dinge nicht mehr funktionieren. Auf dem iPad oder auf dem iPhone verwende ich den grünen Elefanten schon nicht mehr, die Anwendung ist einfach zu langsam. Mal eben eine Aufgabe festhalte absolut illusorisch.

Jetzt ist es auch noch so, dass ich von mir erstellet HTML-Dokumente in Evernote nicht mehr bearbeiten kann. Meine selber gebaute Übersichtsseite mit Links zu einer Reihe von Notizen funktioniert nicht mehr so, wie es noch vor einiger Zeit ging. Für immer weniger Features, die ich wirklich brauche (Drag & Drop etwa über die Menüleiste) sehe ich es nicht ein, auch noch Geld zu zahlen. Und die „tollen“ neuen Funktionen benötige ich nicht mehr. Für mich ist daher Evernote am Ende. Die Version, die mich noch vor einigen Jahren begeistert hat, ist Geschichte.

Anfang vom Ausstieg

Mein Exit-Szenario steht jetzt fest. Stück für Stück werde ich die angesammelten Notizen durchgehen und das löschen, was eigentlich nicht mehr benötigt wird. Danach steht in Import in Note Station an, der ziemlich gut funktioniert. Als Letztes werde ich dann alles in Evernote löschen und mein Konto auflösen.

Liebe grüner Elefant, mach es gut und danke für den Fisch!

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