Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Leben in einer Urlaubsregion kann Erholung an jedem einzelnen Tag im Jahr bedeutet. Zumindest aber ist es eine gute Ausgangssituation.

August im Anmarsch

Sich vom Wetter nicht Bange machen lassen. Egal wo man lebt oder Urlaub macht, ist das eine verdammt wichtige Regel. Gut, gemeint sind jetzt nicht erschreckende Ausnahmesituationen, sondern angekündigter Regen statt Sonnenschein, wenn man vorhat, nach draußen zu gehen. Das Wetter taugt nicht als Ausrede, um auf dem Sofa abzuhängen.

Morgen ist mein erster Urlaubstag und wir haben uns einiges vorgenommen. Hier in Ostfriesland gibt es eine Menge zu entdecken, auch wenn die Nordrhein-Wandalen bedingt durch die Sommerferien etwas häufiger anzutreffen sind (klar gibt es auch nette Menschen aus NRW). Die Wetterprognosen sehen allerdings extrem durchwachsen aus. Auch für heute wurde Regen angekündigt. Gegen 14 Uhr haben wir uns trotzdem aufgerafft und sind mit den Rädern losgefahren.

Rund drei Stunden waren wir unterwegs und legte dabei 43 Kilometer zurück — die Foto-Pausen zwischendurch bescherten uns eindrucksvolle Bilder, denn gerade bei so einem Wechselwetter wie heute gibt es ein eindrucksvolles Spiel von Licht, Schatten und Wolken.

Bis zum Leuchtfeuer nach Campen fuhren wir, bevor dann durch beschauliche Ortschaften wie Loquard zurück ging. Die Grundschule dort in einem ehemaligen Gulfhof fand sehr beeindrucken, auch die kleinen Gassen im Ortskern. Für uns waren die drei Stunden Erholung pur. Wir hatten die ganze Zeit über nicht auf die Uhr geschaut. Um so größer war dann die Überraschung. Es kam uns nicht wie drei Stunden vor.

Emden ist Erholung

Meine Frau und ich empfinden es als absoluten Luxus, hier in Emden zu leben und mit dem Schritt vor die Tür bereits die Erholung beginnen lassen zu können. Keine langwierigen Anfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern wirklich vom ersten Moment an einfach Erholung.

Auch wenn es einige Fahrradwege in etwas erbärmlichen Zustand gibt, ist Wegenetz insgesamt hervorragend. Man fühlt sich als Fahrradfahrer nicht von Autos bedrängt, kollidiert nur an manchen Stellen (Strandpromenade Höhe Steg am Nordseestrand) mit uneinsichtigen Fußgängern. Meistens reicht mehrfaches Klingeln aus, um die Hühner aufzuscheuchen.

Auf jeden Fall haben wir heute einen guten Eindruck gewinnen können, was wir uns an Strecke zumuten dürfen und wie lange wir dafür benötigen. Ziele wie Aurich, Leer und Norddeich erscheinen durchaus realistisch. Wobei bei Norddeich dann auch noch der Rückweg ansteht. Mal schauen. In dem kommenden zwei Wochen soll es um Erholung und nicht um Leistungssport gehen. Der einzige Sport, den wir uns vorgenommen haben, wird der Grillsport werden. Jetzt, wo wir die Möglichkeit haben, fehlt es an Gelegenheit. Bei Regen grillen ist nämlich keine Frage der inneren Einstellung.

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