Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Träumern an der Ampel ruft man gerne Grüne wird es nicht zu. In Sachen Erdüberlastung bleibt das aber nur eine schwache Hoffnung.

Grüner ins Wochenende

Nun räumt also auch der Bundeskanzlerkandidatendarsteller Armin Laschet Fehler in seinem Buch ein (fehlende Quellenangaben etc.). Kurzerhand wird dann das Buch zur „Diskussionsgrundlage“ umgedeutet. Auf Facebook und anderswo äußert sich dazu ein großer Teil der über Baerbock Empörten natürlich nicht. Also auch jene Schriftsteller, die vorher mit Genuss Baerbock geschlachtet haben. So macht man sich zum Wasserträger der CDU und einer rückwärts gewandten Politik.

Während seit ein paar Tagen wieder mal über das Thema Erdüberlastung diskutiert wie (wir kommen gleich noch dazu), stellt anderswo die Autorin Nena Schink ihr Buch „ich bin nicht grün: Ein Plädoyer für Freiheit“ vor. Das ist mittlerweile Bestseller, trotz oder gerade wegen Thesen wie der, dass die Grünen der Fahrradweg in die Planwirtschaft seien. Wer Freiheit über alles stellt, hat die Sache mit Verantwortung noch nicht begriffen — oder will es einfach nicht begreifen.

Noch mal zum Mitschreiben: Es gibt keinen bequemen Weg, wenn wir die Zukunft künftiger Generationen sichern wollen. Die Sache mit der Erdüberlastung ist nichts, was sich irgendjemand ausgedacht hat, sondern bittere Tatsache.

Seit vergangen Montag hat die Menschheit ihr „Budget“ an natürlichen Ressourcen für dieses Jahr verbraucht. Alles darüber hinaus wird als Erdüberlastung bezeichnet. Wobei sich das auf nachwachsende Rohstoffe bezieht. Dinge wie etwa Erdöl sind da ein ganz anderes Fass.

Konsum für mehr Erdüberlastung

Unser Konsumverhalten sorgt für die Erdüberlastung, genau so wie der Umstand, dass wir streng genommen zu viele Menschen auf diesem Planeten sind. Daran schließt sich auch die bittere Einsicht an, dass die Erdüberlastung noch deutlich schneller erreicht sein würde, wenn in allen Ländern das westliche Konsumverhalten praktiziert würde.

In Saus und Braus leben wir auf Pump, denken heute nicht an morgen. Veränderungen empfinden nicht wenige als Einschränkung der eigenen Freiheit. Mich macht das unglaublich wütend. Die Kraft zu friedlichen Demonstrationen von Fridays for Future fand ich diesbezüglich schon immer bewundernswert. Wäre ich selber noch unter 20 Jahre alt, könnte ich eine Radikalisierung für mich nicht ausschließen. Das man an der Dummheit und Ignoranz verzweifelt, ist für mich mehr als nachvollziehbar.

„Aber was machst du denn, damit es besser wird?“ — Die Frage muss ich natürlich gelten lassen. Erstaunlicherweise ist es mehr als nur den Müll zu trennen, was meine Frau und ich machen. Wir haben kein Auto, benutzten seit einigen Wochen Seife statt Duschgel und versuchen auch sonst, unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Im Übrigen sollten diejenige, die solche Scheiß Bücher (siehe oben) schreiben, mal genau ihren Fußabdruck offenlegen. Vielleicht sogar in der BILD, für die sie ja so gerne tätig sind.

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