Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Graf Zahl aus der Sesamstraße hätte den Geburtstag von Otto nicht vergessen. Anders als die Geburtsstadt des Ostfriesen.

Vergessene Geburtstage

Im privaten Bereich vergessen wir die meisten Geburtstage nicht, weil wir sie uns in einen Kalender geschrieben haben. Natürlich müssen wir dann auch noch daran denken, regelmäßig in den Kalender zu schauen. Wobei regelmäßig eigentlich täglich sein müsste. Darüber hinaus gibt es dann noch Geburtstage, die man absichtlich vergisst, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Wie dem auch sei, Geburtstage von Prominenten haben vermutlich die wenigsten von uns in ihrem Kalender stehen — es sei denn, sie arbeiten bei einer Zeitung oder Zeitschrift. Genau so verhält es sich mit Jubiläen und exotische Gedenktage. Wer weiß schon, dass der Welt-Dackeltag am 18. November gefeiert wird.

Erstaunlich ist es dann, wenn der Geburtstag eines prominenten Sohns der Stadt in der Lokalpresse komplett verschwiegen wird. Vorhin habe mir extra noch mal die Emder Zeitung von gestern vorgenommen. Kein einziges Wort über den Geburtstag von Otto Walkes am Donnerstag ist darin zu finden. Mehr oder weniger durch Zufall stolperte ich bei Facebook über den Geburtstag von Otto. Ob das daran liegt, dass 73 Jahre keine runde Zahl ist? Oder wird nachgetragen, nicht mehr in Emden, sondern in Hamburg zu leben? Kann aber eigentlich nicht sein, denn er und seine Ottifanten sind sehr präsent in Emden.

Geburtstag der Sesamstraße

Von einem nur knapp verpassten Geburtstag zu einem völlig verschlafenen. Hier im Blog habe ich keine Erwähnung gefunden, dass die Sesamstraße vor zwei Jahren ihren 50. Geburtstag gefeiert hat. Aufgefallen ist mir das durch einen absoluten Zufall. In der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung wurde auf der Panorama-Seite unter der Überschrift „Grobi und der Außenminister“ über die Sesamstraße berichtet.

Genauer gesagt wurde über Twitter auf geteiltes „Video-Telefonat“ zwischen Grobi aus der Sesamstraße und dem US-Außenminister Antony Blinken berichtet. Es wurde über das Thema Flüchtlinge gesprochen und da es jedes Kind verdient hat, sicher und glücklich aufzuwachsen.

Am Rande erwähnt man, dass Donald Trump überhaupt kein Fan der Sesamstraße sei. Anders als ich, der die Sendung als Kind geliebt hat und auch noch heute für wichtig hält.

Meine Frau und ich sprachen dann beim Frühstück über die Figuren aus der Sendung. Es kam dann die Frage auf, ob die drei Figuren, die wir überhaupt nicht mochten, nicht möglicherweise speziell für den deutschen Markt entwickelt wurde. Eine kurze Suche bei Google ergab dann tatsächlich, dass Tiff, Samson und Herr von Bödefeld extra für den deutschen Markt entwickelt worden sind. Durch den Artikel wurde wir dann auch auf den Geburtstag der „Sesame Street“ aufmerksam. Und leider auf einem Satz, bei dem wir eine Gänsehaut bekamen. Das Format Steiß nämlich hierzulande auf Ablehnung, vor allem, weil sich deutsche Kinder mit den

in der Sendung auftretenden Neger
Helmut Oeller, Fernsehdrirekt zwischen 1971 und 1987 bei BR

angeblich nicht identifizieren können. Bei ihrem Start in Deutschland wurde die Sesamstraße und allen Bundesländern der damaligen BRD mit Ausnahme von Bayern gezeigt. Dem zunehmenden Erfolg verhinderte auch nicht die negative Berichterstattung über die Sesame Street im Spiegel.

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