Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Auch in Ostfriesland richten sich die Sommerferien nicht nach der Wetterprognose. Wie so oft muss man einfach das Beste aus der Situation machen.

Unterrichtsfreie Zeit

Heute ist der erste Tag der Sommerferien in Niedersachsen. Das freut nicht nur die Schülerinnen und Schüler hier in Ostfriesland, sondern auch meine Frau. Ihr erstes Schuljahr in der neuen Heimat liegt hinter ihr. Die ersten Ferientage darf man allerdings nicht mir Urlaub verwechseln. Es ist eher eine unterrichtsfreie Zeit, denn es liegt noch eine Menge Verwaltungskram an.
Der neue Stundenplan muss verdaut werden, zudem gibt es noch mit ihren Noten unzufriedene Schülerinnen und Schüler. An der Stelle möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen, aber auch aus meiner Sicht ist eine nicht erbrachte Leistung ungenügend. Wer sich dann über eine Fünf auf dem Zeugnis beschwert und lieber eine Vier hätte, nun gut. Auch Eltern scheinen hier eine andere Auffassung zu haben als zu der Zeit, als ich noch zur Schule ging.

Offensichtlich hat sich hier die Wahrnehmung verändert. Für gute Noten soll man sich nach Wunsch der Eltern nicht so anstrengend müssen. Kein Wunder, schließlich werden auch Kinder aufs Gymnasium geschickt, die zu meiner Zeit gerade so eine Empfehlung für die Realschule bekommen hätten.

Nicht das wir uns falsch verstehen. Nach wie vor bin ich für die Abschaffung von Noten und für ein anderes Schulmodell mit einer Ausdehnung der Phase, wo die Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet werden — mindestens bis zur sechsten Klasse, am liebsten bis zur zehnten. Noten sind kein Maßstab für den Wert eines Menschen, sonder immer nur eine doch auch subjektiv geprägte Momentaufnahme.

Endlich Sommerferien

Kommen wir aber zu den Sommerferien. Meine Frau und ich können uns noch leider zu gut an die letzten Sommerferien in Nordrein-Westfalen erinnern. Sie waren geprägt von einer Aufbruchsstimmung, viel Stress rund um den Umzug und von den Nachwirkungen der ersten Corona-Welle. Richtig Abschied von Köln konnten wir nicht nehmen und Urlaub kam in den Sommerferien auch nicht infrage.

Dazu kam dann noch der sehr späte Umzugstermin, der dazu führte, dass ich in Köln den Tag des Auszuges alleine bewältigen musste. Sommerferien im Sinne von Erholung hatten wir nicht. Anfang September fühlten wir uns beide mehr als urlaubsreif.

Trotz noch einiger Nachwirkungen des Schulalltags in die ersten Tage dieser Sommerferien rein bin ich überzeugt, dass es in diesem Jahr besser laufen wird. Wir werden zwar wieder auf Urlaub Corona-bedingt verzichten, aber unsere neue Heimat Ostfriesland erkunden. Für die Urlaubsstimmung muss man im Prinzip einfach nur vor die Tür gehen. Ab übernächste Woche habe ich dann auch Urlaub, sodass wir wirklich auch mal Tagesausflüge wagen können.

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