Von allen guten und bösen Geistern verlassen

In Wahrheit ist nicht Micky Maus sondern Donald Duck die Seele von Disney. Schon bei Walt Disney drehte sich alles ums Geld.

Abo-Falle in Serie

Fitnessstudios und Mobilfunkanbieter haben etwas gemeinsam. Zuerst sieht das Angebot verlockend aus, bis man ein paar Monate später merkt, dass man eigentlich wenige nutzt als gedacht. Blöd an der Stelle sind dann aber Verträge mit einer längerfristigen Verbindung. Oder anders gesagt, es ist leichter, aus der Hölle als aus einem Mobilfunkvertrag zu kommen. Das ist natürlich volle Absicht und stellte eine eigene Interpretation des Begriffes „Kundenbindung“ dar.

Ich für meinen Teil bin mittlerweile vorsichtig geworden und zahle lieber etwas mehr, wenn ich dadurch monatlich kündigen kann. Da Abos als Geschäftsmodell nicht nur sehr zählebig sind, sondern sich auch wieder einer wachsenden Beliebtheit bei den Anbietern erfreuen, muss man genau hinsehen und vor allem vorab mindestens eine Nacht darüber schlafen, ob man das entsprechende Produkt wirklich benötigt.

Oder man entscheidet spontan aus dem Bauch heraus, so wie meine Frau und ich gestern. Schon vor dem Umzug nach Emden reduziert wird die Anzahl unserer Abos deutlich. Darunter fiel dann auch zum Beispiel Netflix, da wir mit amazon prime zufrieden war. Das grundsätzliche Problem ist jedoch, dass manche Anbieter wie eine Quelle sind. Nicht unerschöpflich und daher irgendwann leer getrunken. Beziehungsweise es bleib dann wie beim Kaffee aus der French Press noch ein Bodensatz über, den lieber nicht trinken möchte. So landet man dann bei Disney.

Filme und Serien bei Disney

Ganz so schnell natürlich nicht, denn es bedarf noch ein paar erklärende Worte. Wer Disney lediglich mit lustigen Taschenbüchern und musikalisch gesättigten Zeichentrickfilmen verbindet, glaubt auch daran, dass Coca Cola den Weihnachtsmann erfunden hat.

Tatsächlich ist Disney ein riesiger Konzern, dem eine ganze Reihe von Filmstudios gehören. Darunter 20th Century, Pixar, Lucasfilm Ltd. und Marvel Studios. Das ergibt einen wertvollen Schatz von Filmen, deren Verwertung man lange andern überließ. Schließlich rief man 2019 seinen eigenen Streamingdienst ins Leben. Genau wie bei den Abos ist das auch ein Trend, der um sich greift. Würde man alle Streaming-Anbieter ins Abo nehmen, müsste man sich noch einen Nebenjob suchen. Wobei dann die Abos obsolet würden, da dann die Zeit zum Anschauen des Film- und Serienbestands fehlen würde.

Wie dem auch sei, zum Glück biete Disney bei seinem Streaming-Anbieter auch ein monatlich kündbares Abo an. Damit sind wir dann an einem Punkt, wo es interessant werden kann. Wenn man mangels alternativem Fernsehangebot woanders kurz davor ist, einen Film zu kaufen, kann man beim Preis eines Monats-Abos sparen. Aktuell schauen wir bei Disney+ „The Mandalorian“ und habe noch zwei weitere Serie dort entdeckt. Nach zwei bis drei Monaten haben maximal 26,97 Euro bezahlt und einen ordentlich Gegenwert dafür erhalten. Dann wird gekündigt und geschaut, ob es woanders Alternativen gibt.

Bequemlichkeit als Gefahr

Selbstverständlich gehen Anbieter wie Disney davon aus, dass man zu bequemen zum Kündigen ist oder es schlicht vergisst. Oder aber immer noch einen Monat dran hängt, weil etwas Neues kommt, was möglicherweise interessant sein könnte. Im schlimmsten Fall war man jedoch einfach nur blöd und hat für ein Jahr abgeschlossen, um ein paar Euro zu sparen.

Ganz ehrlich, diese anmelden, kündigen und wechseln gefällt mir auch nicht. Besser fände ich einen universellen Streamingdienst, bei dem man einfach hin und her wechseln kann. Oder Prepaid-Karten, aber ich glaube, die gibt es bereits.

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