Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Die beste Kamera macht ohne Stromversorgung meist keine Fotos. Manchmal lernt man die Bedeutung von Akkus erst zu spät.

Unterwegs fotografieren

Vor fast sechs Jahren kaufte ich mir zum ersten Mal nach etlichen Jahren eine neue Kamera. Nach wie vor bin ich mit meiner Sony A 6000 zufrieden. Die Anzahl der Objektive reicht aus, Gewicht und Kompaktheit sind ideal zum Mitnehmen. Die Kamera begleitet mich daher bei zahlreichen Wanderungen und Urlauben. Bis gestern. Auf einer spontanen Radtour wollten meine Frau und ich die Lenkertasche von Ortlieb mit dem Einsatz für die Kamera ausprobieren.

Nebenbei eingeworfen, die Montage der Klickfix-Halterung ist eine absolute Katastrophe. Ich hätte ja lieber die günstigere Original-Halterung von Ortlieb genommen, aber dafür gibt es keinen Aufsatz, um die Halterung für das Navi zu montieren. Nach gut einer Stunde hatte ich das endlich also so montiert, wie es sein sollte.

Wie dem auch sei, den Praxistest bestand die Lenkertasche dann mit Bravour. Endlich kurz mit dem Fahrrad anhalten, Deckel aufmachen und Kamera raus. Vorher hatte ich die Kamera in der Kameratasche und diese wiederum im Backroller von Ortlieb hinten am Fahrrad. Da verliert man leicht die Lust, mal eben ein Foto zu machen. Es gab gestern Gelegenheit für einige schöne Fotos, aber nach vier Bilder war Schluss. Ich hatte wohl vergessen, den Akku der Kamera aufzuladen. Ärgerlich, aber gut, es wird ja nicht die letzte Radtour hier in Ostfriesland gewesen sein.

Akku der Kamera ausgelutscht

Über Nacht lud ich dann den Akku wie gewohnt über die Kamera auf. Nach anfänglichen Regen heute Morgen sieht das Wetter wieder vielversprechend aus. Wenn wir denn losfahren, dann wohl doch ohne Kamera. Beziehungsweise, ich werde mein iPhone mitnehmen — das sollte vielleicht vorher auch aufladen.

Aber gut, zurück zur A 6000. Als ich vorhin die Stromversorgung trennte und das Gerät einschaltet, gab es kein Lebenszeichen von sich. Noch mal angeschlossen, etwas gewartet, dann gab es immerhin eine Meldung im Display. Mir wurde mitgeteilt, der Akku sei erschöpft. Falsch aufgeladen, kam mir als Erstes in den Sinn. Bis mir dann klar wurde, dass so ein Akku definitiv nicht ewig hält. Nach sechs Jahre in Verwendung ist wohl das Ende erreicht.

Das ist ärgerlich, aber gut. Blöd allerdings an dieser Stelle, dass ich seit sechs Jahren eine Notiz in Evernote habe, mir zusätzliche Akkus und ein externes Ladegerät zu besorgen. Bisher kam ich immer ohne aus, selbst in zwei Wochen Urlaub mit intensiver Nutzung müsse ich den Akku nur einmal laden.

Kann man ja neu kaufen, dachte ich mir und schaute, was so ein Original-Akku kostet. Mit fast 60 Euro ist man dabei. Wobei auf amazon noch lange nicht garantiert ist, keine Fälschung zu erwischen. Sony selber warnt sogar explizit vor Fälschungen. Entschieden habe ich mich jetzt für einen Fremdhersteller, der zur Hälfte des Preises zwei Akkus mit Ladegerät verkauft. Mal sehen, wie da die Erfahrungen werden.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.