Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Seit der Beobachtung des Himmels träumt der Mensch vom Fliegen. Manchmal erfüllt man sich den Traum ganz bodenständig.

Wirklichkit und Traum

In meinem ganzen bisherigen Leben bin ich genau sechs Mal geflogen. Das war zum einen die Hin- und Rückreise von Kenia und wieder zurück nach Deutschland, die ich mehr oder weniger schlafend verbracht habe. Dazu die beiden Flüge im Landesinneren. Das Thema Flugscham gab es damals noch nicht so in dieser Präsenz. Ergänzen sollte ich zudem, dass meine Frau und ich diese Reise gewonnen haben. Selber wären wir nie auf die Idee gekommen, so weit weg Urlaub zu machen.

Fast hätte ich an dieser Stelle noch zwei weitere Flüge vergessen, nach Irland hin und wieder zurück. Tatsächlich würde ich dorthin auch noch mal fliegen und den Absatz weiter unten einfach ignorieren.

Wir gehören zu der Kategorie Menschen, die im eigenen Land oder dort Urlaub machen, wo man umweltschonend hingelangen kann. An dieser Stelle könnte ich mir selber jetzt einen Orden verleihen, Tatsache ist aber, dass ich ungern weite Strecke reise. Wenn, dann ausschließlich mit der Bahn oder dem Schiff, wo ich mir die Beine vertreten kann. Nicht ohne Grund leben wir jetzt in Emden, um der Nordseeküste als Urlaubsparadies näher zu sein.

Die Flüge haben nichts mit einem Traum, sondern eher mit einer Notwendigkeit zu tun. Um von A nach B zu gelangen. Der Traum kommt an andere Stelle ins Spiel.

Simuliertes Fliegen

In der Ära des C64 kursierte im Freundeskreis auch eine Kopie des „Flight Simulator II“. Ohne Handbuch völlig unbrauchbar, aber es ging hauptsächlich ums sammeln, weniger um das Spielen. Das Spiel führte jedenfalls nicht zu meinem Wunsch, in der zehnte und elften Klasse später Pilot zu werden. Eher eine Segnung in der Schweiz, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Selbstverständlich wurde ich nicht Pilot, was vermutlich einigen Menschen, mich eingeschlossen, das Leben gerettet hat. Der Traum vom Fliegen bestand weiter, schlummerte aber tief in mir. Mit Flugsimulatoren wurde ich in der ganzen Zeit nie warm, was wohl auch an deren grafischer Präsentation lag. Echten Fans ist das egal, da steht die Simulation im Vordergrund. Bei mir wollen die Augen aber auch verwöhnt werden.

Bereits im letzten Jahr, als der neue Microsoft Flight Simulator erschien, gab es eine Aussage, die mich aufhören ließ. Das „Spiel“ würde im Sommer 2021 für die Xbox Series X erscheinen. Damit gab es für mich einen triftigen Grund für eine neue Konsole. Und was soll ich sagen, eine der Voraussetzungen zum Abheben am 27. Juli haben meine Frau und ich vergangenen Freitag erfüllt.

Wir sind jetzt sehr gespannt, wie sich der Traum vom fliegen dann auf der neuen Konsole so anfühlen wird.

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