Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Während der Pandemie mussten sich viel von uns an neue Methoden der Zustellung gewöhnen. DPD treibt es dabei auf die Spitze.

Arbeitsmoral am Ende

Die Zeiten sind hart und für Paketzusteller sind sie ehedem noch nie besonders gut gewesen. Das alles ist allerdings noch längst keine Rechtfertigung fürs schlampige arbeiten. Für vieles kann ich Verständnis aufbringen. Ein Verhalten, was fast schon in den strafbaren Bereich fällt und sich nicht als „Versehen“ bezeichnen lässt, ist unentschuldbar.

Aber der Reihe nach. Die vergangene Woche gehörte nicht zu denen, die ich mir merke möchte. Zwei geschrotet Mikrocontroller, eine Lebensmittelvergiftung (Überbacken von Mozzarella, der nicht mehr gut richt, hilft nicht) und Frust über zu wenige Wissen über Volt und Ampere. Dazu noch eine falsche Bestellung von Regalbrettern, die zwar in ihren Ausmaßen korrekt sind, aber die falsche Stärke haben. Gut 9 Millimeter sind halt nicht „16 bis 20 mm“ — lesen hilft, besonders vor der Bestellung. Immerhin habe ich jetzt vier Konnektoren von playwood für andere Projekte und kann die Gelegenheit nutzen, um mir Moidules selber zu drucken.

Währenddessen hat meine Frau eine größere Bestellung bei Engelbert-Strauß aufgegeben. Ich glaube, ich erwähnte bereits mal unsere neue Vorliebe für deren Bekleidung. Die Größen passen einfach perfekt. Und normalerweise läuft es auch mit der Zustellung reibungslos.

Keine verpasste Zustellung

Bestellt hatte meine Frau gestern und war dann ganz erfreut, dass die Ware bereits am selben Tag versendet wurde. Seitens DPD erhielten wir dann auch eine Bestätigung gestern mit einer Ankündigung der Zustellung für die nächsten 1 bis 2 Werktage. Soweit, so gut.

Heute Morgen erhielt ich dann eine E-Mail, die Zustellung würde zwischen 09:51 und 10:51 Uhr erfolgen. Um 9:56 Uhr gäbe es dann eine weitere E-Mail:

Guten Tag,
Ihr Paket ist da!
Wir haben Ihr Paket erfolgreich zugestellt.

Über „erfolgreich“ kann man an dieser Stelle streiten. Wir saßen nämlich zum Zeitpunkt der Zustellung (9:48 Uhr) in der Küche. Geklingelt hat niemand, es stand kein Paket vor der Tür, auch bei den Nachbarn wurde nicht abgegeben. Wie auch, denn der DPD-Wagen ist nicht durch unsere Straße gefahren.

Nach zwei erfolglosen Anrufe bei DPD (für 1,20 Euro zusammen) und dem Warten auf einen Rückruf von Engelbert-Strauß klingelt es an unserer Tür. Nein, nicht der Zusteller von DPD, sondern eine Frau, die rund einen Kilometer weit weg von uns wohnt. In ihren Vorgarten wurde heute Morgen ein Paket geworfen, ganz offensichtlich auch beschädigt. Auch bei ihr hat niemand geklingelt.

Meine Frau holte das Paket dann ab, zum Glück erwies sich der Inhalt als unbeschädigt und vollständig. Diese Art der Zustellung ist aber alles andere als in Ordnung.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.