Von allen guten und bösen Geistern verlassen

In den letzten Monaten vermissten viele Bundesbürgerinnen und Bundesbürger die richtige Lenkung. Vieles könnte in der Tat besser laufen.

Eine Frage der Technik

Manchmal gibt es eine unsichtbare Art der Lenkung, die man bisher nur nicht verstanden hat. In anderen Fällen fehlt sie offensichtlich komplett. Fangen wir der Einfachheit mit der Tagespolitik an. Wer bisher Armin Laschet als größten anzunehmenden Unfall (GAU) für die CDU in Bezug auf die kommende Bundestagswahl angesehen hat, wurde zum Wochenende hin eines besseren belehrt. Der ehemalige Oberwichtel (ist das jetzt schon despektierlich?) des Bundesverfassungsschutzes suchte nach seinem erzwungenen Abgang ein neues Betätigungsfeld. Als Sozius einer Kölner Kanzlei, welche die AfD vertritt, wurde der Gegenwind doch etwas zu stark. Daher versuchte Maaßen sein Glück im Osten, genauer gesagt in Südthüringen.

Die CDU in Südthüringen stellte den Mann mit der Himmler-Brille (zumindest sieht die im Gesicht von Maaßen meiner Meinung nach verdammt danach aus) jetzt als ihren Bundestagskandidat auf. Ganz klar, welchen Lieblingskoalitionspartner so einer wie Maaßen hat. Warum die CDU in Südthüringen einen Steigbügelhalter der AfD nominiert hat, wirft Fragen auf. Vielleicht ist es ein verzweifelter Versuch, sich von der AfD abzugrenzen und interessant für deren Wählerklientel zu sein. In etwa genau so gelungen, das eigene Haus anzuzünden, damit es kein Brandstifter macht.

Seitens des CDU-Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten hätten man sich genau dieser Stelle etwas mehr Lenkung gewünscht. Was aber nie passieren wird, wenn die einzigen Eier die sind, die man zu Ostern gesucht hat.

Fahrzeuge mit Lenkung

Man könnte sich an dieser Stelle noch weiter aufregen, aber hey, es ist Mai und ein weiterer Sommer ohne Urlaub naht. Oder so ähnlich. Kommen wir also zu etwas ganz anderem, bleiben aber beim Thema Lenkung. Ein Thema, was mich seit einigen Wochen beschäftigt.

Natürlich, man ahnt es vermutlich, geht es wieder um Klemmbausteine, Mikrocontroller, Fahrzeuge und Robotik. Für ein erstes eigenes gesteuertes Fahrzeug zeichnet sich so langsam ab, in welche Richtung es gehen wird. Entschieden habe ich mich für ein Kettenfahrzeug, um die Lenkung so einfach wie möglich zu lösen. Inspiriert hat mich dabei das kürzlich erworbenen Lego Technik Model 42095 (Btw., absolute Kaufempfehlung). Zwei Morten steuern jeweils Ketten an, der Richtungswechsel erfolgt durch den Stillstand eines der beiden Antriebe.

Auf diese Weise erspare ich mir einen Servomotor für die Lenkung, so wie den deutlichen anspruchsvolleren Aufbau der Mechanik. Heute Morgen lag ich dann grübelnd im Bett und konnte nicht mehr weiter schlafen, weil mir ein Bild durch den Kopf ging. Ein Fahrzeugbausatz mit vier Motoren ohne Servo und Reifen statt Ketten. Wie sollte da die Lenkung funktionieren?

Differenz macht den Unterschied

Bei starren Achsen und vier Motoren erfolgt, so wusste ich nach etwas Recherche, die Lenkung über die Differenz der Geschwindigkeit der einzelnen Räder. Man hat hierbei ein ähnliches verhalten wie bei einem Kettenantrieb, nutzt aber Reifen statt Ketten.

Vom Material her gibt das deutlich mehr Möglichkeiten, den ein Kettenantrieb ist nicht so trivial, wie er sich anhört. Antriebsräder, Laufräder und vor allem die Ketten sind eine Herausforderung, wenn man sie selber drucken möchte. Zudem gibt es für recht wenig Geld Kits, die mit Rädern, Motoren und einer Plattform für die Montage geliefert werden. Man muss hier also leidlich die restliche Elektronik hinzufügen.

Auf der anderen Seite ist Steuerung der einzelnen Räder komplizierter, hier werden in Verbindung mit einem Mikrocontroller zwei sogenannte Motor-Shields benötigt. Beim Wemos D1 mini erreicht man damit dann schon das Ende der Anschlussmöglichkeiten.

Gefunden habe ich jetzt ein Kettenfahrzeug für den Arduino zum selber bauen, was ich für dem Wemos D1 mini adaptieren werde. Damit kann ich dann die Fernbedienung ersetzt durch die Steuerung über WLAN.

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