Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Für Glashäuser reicht bereits ein Stein aus. Zur Versieglung eines ganzen Vorgartens werden eine Menge mehr benötigt.

Neus von der Impffront

Munter geht das Impfen in Niedersachsen weiter. Für den Rest bleibt die umstritten Luca-App, so soll sie auch in Leer Voraussetzung für die Teilhabe am öffentlichen Leben sein — zumindest wenn Leer Modellkommune wird. Eine erschreckende Vorstellung bei einem Inzidenzwert weit über 100.

Vom niedersächsischen Schulministerium kam für alle Lehrerinnen und Lehrer im Bundesland eine gute Nachricht. Ab dem 1. Mai gehören sie auch zu den Impfberechtigten. Sie dürfen sich daher einen Impftermin besorgen. Das gilt allerdings nicht für das restliche Personal, also Hausmeister, Sekretärinnen und Putzfrauen. Die dürfen zwar die Klos putzen, aber ein Impfschutz bleibt ihnen trotz des Risikos versagt.

Die Frage, was ein Menschenleben wert ist, wurde somit um eine weitere Antwort ergänzt. Es hängt davon ab, welchen Beruf der Mensch hat und wie leicht er zu ersetzen ist. Man möchte manchmal wirklich zum nächstbesten Stein greifen. Wurfziele gibt es mehr als genug.

Aber darum soll es gar nicht gehen, ich bin schon wieder im Aufreg-Modus. Wohl die Nachwirkung eines anderen Stein Problems. Vor ein paar Wochen hatte ich bei ebay gebrauchtes Lego Technic Zeug gekauft. Eine sehr dumme Idee, weil viel zu teuer und Aussagen wie „400 Teile“ Schwachsinn sind. Man packt einfach bergeweise Verbindungsstifte rein und kommt dann auf die Anzahl.

Garten aus Stein

Nein, das Problem ist, die Steine kamen aus einem Raucherhaushalt. Den Geruch bekommt man nicht mehr raus.

Wie dem auch sei, Stein des Anstoßes ist eigentlich ein ganz anderer. Bereits Anfang des Monats hatte ich etwas zum Thema Steingärten in der April-Ausgabe von Borkum-Aktuell gelesen (irgendwie muss man mit der Insel seiner Träume ja in Verbindung bleiben). Die Stadt Borkum bittet um den Rückbau von Schottergärten. Es handelt sich dabei nämlich um versiegelte Flächen mit allen Problemen, die das mit sich bringt. Auch beim Ablauf von Regenwasser sind diese Fläche ein großes Problem, da das Wasser nicht mehr im Boden versickern kann.

Heute gab es zum selben Thema einen Artikel in der Emder Zeitung. Die ortsansässige SPD fordert ein Exempel gegen Schottergärten, heißt es. Es wird von „erbärmlichen Schottergärten“ gesprochen. Also genau der Tonfall, mit dem man Menschen für sich gewinnt. Wer gegen Steingärten kämpft, sollte nicht mit Steinen werfen. Sogar ein „Schotterpolizei“ wird gefordert. Nun ja, lassen wir mal die Kirche, beziehungsweise den Stein im Dorf.

Ehrlich gesagt finde ich persönlich die Steingärten zwar nicht besonders schön, aber praktisch. Vor allem, wenn dadurch unerwünschtes Grün verhindert wird. Gerüchten zu folge lässt sich das jedoch auch mit Rindenmulch erreichen. Aber wer weiß, vielleicht landet der bald auch auf dem Index der Lokalpolitiker.

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