Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Innerhalb von sieben Tagen wurde eine Vielzahl Liftarme verbaut. Das fertige Modell sieht beeindruckend aus.

Günstige Einstiegsdroge

Auf meinem Schreibtisch lieg links neben mir der Lego-Katalog 2021 Januar bis Juni. Beim Einkaufen fiel er mir in die Hände, passiert halt, wenn der lokalen Drogerie auch Lego im Sortiment hat. Aber ich greife vorher, alles der Reihe nach.

Meine Frau und ich kauften uns vor Ostern das CaDa-Modell61018. Ein Sportwagen, der final zusammengebaut über 40 cm lang und 21 cm breit ist. Er ist definitiv real größer als auf den Bildern im Internet. Über 1600 Teile davon duzende von Liftarmen, müssen ja auch irgendwo Platz finden. Bei mir im Arbeitszimmer hat das Modell jetzt einen Ehrenplatz bekommen.

Zu zweit haben wir für den Zusammenbau fast sieben Tage gebraucht, wobei das nicht die reine Bauzeit ist. Ein bis zwei Stunde pro Tag, länger saßen wir wohl durchschnittlich nicht dran. Uns beiden hat es riesigen Spaß gemacht, allerdings war es auch eine Einstiegsdroge. Das nächste Modell von CaDa warte bereits auf den Zusammenbau, zudem bestellte ich uns heute Morgen zwei günstige Modell von Lego (es geht immer deutlich günstiger als der Listenpreis). Bei denen geht es weniger ums Zusammenbauen, sondern ums Ausschlachten.

Centpreise für Liftarme

Machen wir uns nichts vor, theoretisch kann man jedes Lego Technic Teil selber am 3-D-Drucker ausdrucken, was vermutlich auch der Hersteller weiß. Ganz praktisch ist das jedoch keine so gute Idee. Nehmen wir mal eins der typischen Teile aus der Technik-Welt, die Liftarme. Laut Bricklink kann man einen neuen „Yellow Technic, Liftarm Thick 1 x 5“ bei einem Händler aus Deutschland für 0,036 Cent kaufen. Wenn ich selber einen 1×4 Liftarm ausdrucke, kostet mich das ohne Strom 0,04 Cent.

Liftarme drucken lohnt sich also nicht, zumal PLA weniger haltbar und belastbar ist als das Originalmaterial. Der spannende Punkt: Es gibt keinen 4er Liftarm in voller Höhe von Lego. Genau an der Stelle wird das Drucken von Liftarmen oder anderen Elementen dann sinnvoll. Es lassen sich Teile für den Eigenbedarf herstellen, die es so nicht gibt.

Anatomie eines Liftarms

Anatomie eines Liftarms

Dafür muss man lediglich die Maße wissen. Mit etwas Internetrecherche findet man dazu einiges. Auch Tools, die einem fertigen Druckdateien ausspucken. Mir hilft so was jedoch weniger, denn ich brauche wirklich alle Maße eines Liftarms beziehungsweise der Löcher in Fusion 360. Nur auf diese Weise kann ich Gehäuse wie das für den Wemos D1 mini wirklich exakt bauen. Der Boden des Gehäuses soll sich laut meinem Masterplan mit Pins auf anderen Elementen befestigen lassen.

Im Übrigen, eine „Kleinigkeit“ habe ich in Bezug auf das Modell von CaDa noch vergessen zu Erwähnen. Meine Frau und ich habe das hintere Differenzial verkehrt herum eingebaut. Das führt dazu, dass sich die Räder vorne und hinter zwar bewegen können, aber fahren geht nicht, da vorne in eine andere Richtung will wie hinten.

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