Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Ohne Filament wäre ein 3-D-Drucker lediglich ein weiterer Staubfänger. Ducken kann aber nur mit der richtigen Sorte.

Ich und mein Fisch

Meine Erfahrungen mit Fisch ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Zur Hochzeit der Spulwürmer aß ich ein Matjesbrötchen, zumindest zur Hälfte. Bis mich mein Vater auf das Thema aufmerksam machte und mir der Appetit verging. Das ist leider nur eine der vielen Episoden mit Fisch. Wer beim Besuch eines Fischrestaurants vermeiden will, in seinem Gericht eine Gräte zu haben, sollte mich mitnehmen. Garantiert bin ich es nämlich dann nur, der Gräten in seinem eigentlich grätenfreien Fischgericht hat.

Sollte der Fisch nicht mehr ganz so frisch sein, kein Problem, auch dafür bin ich Experte. Anders gesagt, den schlechten Fisch erwische ich dann. Bisher bin ich zweimal fast erstickt an Gräten, hatte vor einigen Jahren über Ostern eine üble Fischvergiftung (während es meiner Frau top ging) und bin auch ansonsten in Bezug auf Fisch nicht mit Glück gesegnet.

Mir gelingt es sogar, in einer ausgesprochenen Fischregion wie Ostfriesland Tiefkühlfisch zu kaufen, der extrem fischig riecht. Im Grund gibt es eine überschaubare Anzahl an Fischgerichten, bei denen ich keine Probleme habe. Fischstäbchen, etwas mit Thunfisch aus der Dose, TK-Fischfertigerichte und Sushi — für mich die unfallfreiste Art, Fisch zu essen. Dazu kommen noch besagte Matjes-Brötchen mit gutem Fisch, was aber hier in Emden kein Problem ist.

Stellt sich dann aber die Frage, was Fisch eigentlich mit Filament zu tun haben soll. Nun, auf die Qualität kommt es an.

Qualitätsunterschiede beim Filament

Seit über einem Jahr nutze ich einen 3-D-Drucker. Mittlerweile ist ein Prusa im Einsatz, nach dem ich mit dem Anycubic Mega richtig Pech hatte (taugte am Ende aber noch zum Ausschlachten). Beim Anycubic gab es eine Rolle Filament dazu, mit der ich anfangs auch zufrieden war. Weitere Bestellungen der gleichen Sorte brachten aber durchwachsene Ergebnisse, sodass ich mich für eine andere Sorte entschied. Durch eine Werbeanzeige landete ich bei einem Anbieter von ecoPLA.

Das ließ sich gut verarbeiten, wobei meine Ansprüche recht einfach waren. Brettspieleinsätze sind keine besonders komplizierten Druckaufträge. Beim Prusa gab es auch eine Rolle PLA Filament dazu, die ich aber erst mal verpackt ließ. Mit meinem ecoPLA war ich schließlich zufrieden. Die Ausdrucke auf dem Prusa konnten sich sehen lassen. Für mein Baukasten-Projekt bestellte ich dann so richtig viel ecoPLA.

Dann jedoch mehrten sich die Probleme. Um den Drucker als Quelle für die sich häufenden Fehldrucke auszuschließen, ließ ich ihn mit dem PLA von Prusa bei gleichen Einstellungen drucken. Nette Herausforderung: ein Liftarm von Lego. Mit dem schwarzen ecoPLA ist dies nicht möglich, beim Prusa PLA klappt das auf Anhieb.

ecoPLA nicht ideal?

Mittlerweile habe ich mir von drei verschiedenen anderen Anbieter Proben ihres PLA Filaments schicken lassen. Die Ergebnisse sind noch nicht so gut wie beim PLA von Prusa, aber immerhin haftet die erste Schicht auch dann am Druckbett, wenn kleine Kreise gedruckt werden. Das gerade mit dem schwarzen ecoPLA nicht (mehr) möglich).

Tragisch ist natürlich in dem Zusammenhang, dass ich Filament im Werte von über 130 Euro hier liegen haben, alles ecoPLA. Zum Glück nur noch eine Rolle schwarz, ich hoffe, bei den anderen Farben ist die Haftung besser. Unwahrscheinlich ist das nicht, denn je nach Farbe sieht das Ergebnis anders aus. Damit meine ich nicht die Farbe selber, sondern die Textur des gedruckten Gegenstandes.

Mir bleibt erst mal die Hoffnung auf weniger Probleme mit den anderen Farben, denn das Prusa PLA neigt sich dem Ende zu. Sollte ich keine wirklich gute Alternative gefunden haben, werde ich wohl dauerhaft das PLA verwende, denn gerade bei meinem aktuellen Projekt ist Präzision nicht unwichtig: Bauteile, um Lego mit anderen elektrischen Teilen und einem Wemos D1 mini zu verbinden.

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