Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Laut unbestätigten Berichten soll Grün die Farbe der Hoffnung sein. Möglicherweise gilt das auch für die Bundestagswahl.

Einfach zum weinen

Nach der Rettung des Gründonnerstags für einkaufswillige Deutsche bleiben einige Fragen noch offen. Zum Beispiel die, woher die Bezeichnung Gründonnerstag eigentlich kommt. Als ziemlich sicher dürfte wohl mittlerweile gelten, dass die Bezeichnung sich vom althochdeutschen Greinen herrührt. Der Tag ist ja eigentlich auch kein Tag der Trauer in der christlichen Liturgie, sondern steht für Erneuerung und Hoffnung. Es grünt, wie der Frühling.

Ob man dann diesem Tag unbedingt irgendetwas grünes essen sollte oder muss, lässt sich genau so diskutieren wie die üblichen Fischgerichte zu Karfreitag. Laut eines Haushaltsbeschlusses bei uns wird es in diesem Jahr zum ersten Mal keinen Fisch, sonder Fondue geben. Das hat aber auch pragmatische Gründe, wir haben noch genügen Saucen da, die wegmüssen, bevor diese nämlich wieder auferstehen und eine ganz andere Form der Lebendigkeit aufweisen.

Fisch kann man sich hier an der Küste auch prima an anderen Tagen schmecken lassen. Wobei das mit dem Essen gehen — lassen wir das, wir rutschen an dieser Stelle schon wieder in das C-Thema. Schauen wir uns lieber das K-Thema beziehungsweise die K-Frage an. Angela Merkel wird nach der Bundestagswahl im kommenden Herbst nicht mehr als Bundeskanzlerin zur Verfügung stehen.

Mehr Grün braucht das Land

In der SPD ist man sich ziemlich sicher, für den diesjährigen Durchlauf als Zählkandidat Olaf Scholz zu nehmen. Bei zu erwartenden Ergebnissen unterhalb von 20 Prozent wird der sicher noch einiges werden können, aber mit Sicherheit nicht Bundeskanzler. Da ist schon mal eine gute Nachricht. Aber wer weiß, vielleicht feiert die SPD ja auch bald Wiederauferstehung.

In CDU und CSU ist man noch nicht zu 100 Prozent sicher, wer die Nachfolge von Angela Merkel antreten soll. Armin Laschet oder Markus Söder. Wobei ja Friedrich Merz am liebsten Kalif anstelle des Kalifen werden möchte. Das sind aber Probleme der Union, die möglicherweise auch nicht so gut abschneiden wird bei der Bundestagswahl.

Das Augenmerk richtet sich daher auf mögliche Koalitionen, wobei Grün hier nicht nur die Farbe der Hoffnung ist. Die Partei der Grünen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gewichtige Rolle im neuen Bundestag, wenn nicht sogar in der künftigen Bundesregierung spielen. Sogar eine Kanzlerschaft in Grün scheint möglich zu sein. Allerdings gibt es da noch ein kleines Hindernis, denn an der Spitze der Grünen gibt es eine Doppelspitze. Annalena Baerbock und Robert Habeck, nur einer wird Kanzlerkandidatin. Das Problem, wie es die Süddeutsche Zeitung heute umriss: Beide wollen.

Meine Meinung zum Team ist recht einfach. Warum einen Mann nehmen, wenn eine Frau den Job besser machen kann?

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