Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Gegen schlechte Nachrichten und eine andauernde Pandemie hilft nur Ablenkung. Die sieht bei jedem von uns vermutlich unterschiedlich aus.

Unerträglicher Ostfriesenkrimi

Nein, es soll keine Kritik am Auto Klaus-Peter Wolf werden. Auch nicht an der Verfilmung von „Ostfriesenangst“. Ursache für das Ausschalten nach 40 Minuten war etwas anderes. Die Thematik war für mich einfach zu heftig. Schon beim letzten Krimi aus der Reihe musste ich ziemlich schlucken. Hinzu kommt noch, dass die Welt um uns herum schon schlimm genug ist. Zur Entspannung und Ablenkung muss ich mir daher nicht noch mehr Grausamkeiten antun.

Es fängt ja bereits schon morgens beim Lesen der Zeitung an. Die Nachrichtenlage ist selten so, dass man nach dem Frühstück aufgrund der Lektüre beschwingt in den Tag geht. Häufig verspürt man den Drang, sich direkt wieder ins Bett zu legen. Oder in der Küche zu bleiben, um sich dort aufzuhängen — mit der Befürchtung, es werde ehedem nicht mehr besser.

Ganz so düste sehe ich das nicht, denn es gibt auch Zeichen der Hoffnung. Zum Beispiel heute die Meldung, dass die Feiertagsregelung für Gründonnerstag und Ostersamstag zurückgezogen wurde. Das ist wirklich eine große Erleichterung. Aber eigentlich wollte ich nicht schon wieder etwas zur Pandemie schreiben. Es geht ja um Ablenkung.

Serienmarathon zur Ablenkung

Nach „Ostfriesenangst“ gönnten wir uns erst mal eine Folge „Held der Steine“ — Klemmbausteine gehen immer, auch wenn das mittlerweile zu ersten Bestellungen führt. Danach gab es dann zur Ablenkung drei Folgen aus der ersten Staffel „Legends of Tomorrow“. Ab besten an der Serie gefallen mir die ganzen Filmzitate und die Easter Eggs wie etwa den Cyberman-Helm in einem Raum der Waverider.

Erstaunlicherweise bleibt seit Wochen meine Nintendo Switch genau so kalt wie die Xbox. Spielen ist immer eine gute Ablenkung, aber mir fehlt einfach der Antrieb dazu. Genau so wie das Weiterlesen des Romans „Bauernland“. Eigentlich ein verdammt gutes Buch mit einem gerade in Ostfriesland spannenden Thema. Aber schaff es einfach nicht. Der immer gleiche Tagesrhythmus ist zu einem Käfig geworden. Urlaub wäre jetzt verdammt wichtig. Vergessen wir das.

Die Tage werden wieder wärmer und mit dem Frühling gibt es andere Formen der Ablenkung. Der Garten schreit nach Pflege. Erst mal wurde statt neuer Pflanzen und Rasendünger Möbel für die Terrasse bestellt. Angrillen geht auch, wenn einem das Unkraut anlächelt.

Hinsichtlich meiner aktuellen 3-D-Druck-Projekte kann ich auch ganz gute eine Ablenkung gebrauchen. Es gab in den letzten Tagen eine ganze Reihe Fehldrucke. Es lag nicht am Drucker, sondern am Filament. Das ecoPLA eines bestimmten Herstellers ist extrem zickig. Zum Glück hatte ich noch etwas Filament von Prusa. Damit wusste ich dann, dass der Drucker super Ergebnisse bei gleichen Einstellungen liefert. Wäre ja alles nicht so schlimm, wenn ich nicht noch bergeweise vom ecoPLA liegen hätte.

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