Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Das eigene Smarthome lässt sich mithilfe einer Datenbank deutlich aufpeppen. Auswertungen führen zu aussagekräftigen Statistiken.

Vernetztes Zuhause

Wer seinen Namen tanzen kann, dafür aber mit Technik wenig am Hut hat, wird sich vermutlich wenig um ein vernetztes Zuhause scheren. Zugegeben, über den tatsächlichen Nutzen von Smarthome kann man streiten. Auch die möglichen Gefahren, dass das eigene Haus von außen gehackt wird. Für mich persönlich ist das Thema eine interessante Spielerei. Wenn man abends im Bett liegt und mit einem Fingertippen das Licht im ganzen Haus ausmachen kann, es hat was Magisches. Da freut sich das Kind im Erwachsenen.

Darüber hinaus ergibt sich ein wirklicher Nutzen, je mehr Komponenten und Tools man installiert. Bei Systemen wie Apple HomeKit stößt man dann, wie ich finde, recht schnell an Grenzen. Steuern und automatisieren geht wirklich einfach und unkompliziert. Mehr ist dann aber auch nicht drin. Die Frage nach dem Nutzen liegt daher durchaus auf der Hand.

Meiner Meinung wird es erst spannend, wenn man die nächste Stufe angeht. Alles, was sich in ein Smarthome integrieren lässt, ist im Grunde genommen auch eine Datenquelle. Ob das Licht an oder aus ist, sieht man auch im Raum selber. Automatisch gesteuertes Ein- beziehungsweise Ausschalten ist das, was das Zuhause ein Stück weit smart macht. Ich selber finde es jedoch noch smarter, die historischen Daten der Zustände zu betrachten. Mit anderen Worten, Informationen in eine Datenbank zu schreiben, um diese auswerten zu können.

Nutzen einer Datenbank

Die Beschäftigung mit Datenbanken ist etwas, was mich bereits mein gesamtes berufliches Leben und darüber hinaus verfolgt. Selbst hinter Paprika, der von mir benutzen App für Rezepte, steckt eine Datenbank. Die wohl umfangreichste Datenbank, mit der ich mich bisher beschäftigt habe, gehörte zu einer Telefonanlage von Nortel Networks. Das Netz der verknüpften Tabellen sah komplizierter aus als der U-Bahn-Plan von New York. Auswerten ließ sich die Datenbank mit Crystal Reports.

Aus der Zeit habe ich ein Faible für Auswertungen. Daher fing ich sofort Feuer, als ich von einer Möglichkeit erfuhr, die Open Source Lösung Home Assistant um eine Datenbank und ein Auswertungsmodul zu erweitern. Die Konfiguration von beiden ist zwar nicht ganz trivial und es gilt, ein paar Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Der Aufwand lohnt sich, wie ich finde, aber.

Für den Anfang werte ich die in Emden gemessene Außentemperatur mit der in einem Zimmer im Haus aus, wo eine FRITZ!DECT 200 angeschlossen ist und eine Lichterkette nach Sonnenuntergang anschalten und diese um 23 Uhr wieder ausschaltet.

Das subjektive Gefühl, es sei im Haus viel zu kalt, bestätigte sich in den letzten Tagen auf jeden Fall nicht. Aktuell bastle ich einen eigenen Temperatursensor auf Basis eines Wemos D1 mini. Der berichtet dann alle 20 Minuten aus meinem Arbeitszimmer an Home Assistant — die einzelnen Schritte bis dahin sind dann allerdings einen eigenen Artikel wert.

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