Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Im Alltag gehen Dinge mitunter trotz pfleglicherBehandlung kaputt. Die Reparatur kann dabei zu einer Herausforderung werden.

Verschwiegener Ausfall

Vorweg ein kleines Geständnis. Ich fürchte, ich hab hier im Blog etwas verschwiegen. Ende Januar kam es zu einem Ausfall bei meinem brandneuen 3-D-Drucker von Prusa. Ich knapp drei Wochen ist das extrem ärgerlich. Besonders blöd für mich: Wie beim Anycubic zuvor gab es ein Problem mit dem Temperatursensor am Heizbett. Es ist wohl auch beim Prusa möglich, dass es zu einem Kabelbruch aufgrund der Bewegungen des Druckbetts kommen kann. Der Sensor ist extrem wichtig, um die Temperatur des Heizbetts zu kontrollieren. Anders als der Anycubic erkennt der Prusa Drucker jedoch den Fehler und kommuniziert diesen auch. Recht schnell lässt sich dann zusammen mit dem Support von Prusa die Ursache lokalisieren. Mir wurde dann auch ein Ersatzteil zugesendet.

Eigentlich wäre das innerhalb von drei Werktagen bei mir gewesen, aber ein Fehler bei UPS sorgt für einen Umweg über Schweden. Angesetzt hatte ich dann die Reparatur für diesen Samstag, da ich ausgeschlafen und ohne Stress an die Sache gehen wollte. Moment, wieso repariere ich das Ding denn überhaupt selber, da ist doch Garantie drauf?

Ja, darüber kann man trefflich streiten. Eine Reparatur im Garantiefall durch den Kunden selber ist nichts, was wir gewohnt sind. Sagen wir mal so, die Alternative wäre wohlgewesen, den Drucke einzuschicken und auf die Reparatur und Rücksendung zu warten. Durch die Erfahrung mit dem Anycubic wusste ich allerdings, dass ich mir den Austausch des Temperatursensors durchaus zutrauen würde.

Mut zur Reparatur

Während ich diese Zeilen schreibe, läuft im Hintergrund gerade wieder der Prusa und druckt. Ergo ist die Reparatur offensichtlich erfolgreich gewesen. Persönlich finde ich die Reparatur an sich auch nicht so schlimm. Mich ärgert nur der Grund dafür, denn nach dem ich den alten Thermistor ausgebaut hatte, konnte ich die Ursache für den Ausfall gut erkennen. Eindeutig ein Kabelbruch. Ich fürchte hier einfach ein grundsätzliches Design-Problem. Wenn ein dünnes Kabel ständiger Belastung ausgesetzt ist, wird es zwangsläufig wieder zu so einem Bruch kommen. Hoffen wir einfach das Beste an dieser Stelle.

Auf der Haben-Seite befindet sich auf jeden Fall ein zunehmendes Selbstbewusstsein meinerseits im Umgang mit der Elektronik. Hinzu kommt das Arduino-Projekt und erste Schritte mit dem Wemos D1 mini. Man begreift nicht nur Zusammenhänge in der Elektronik, sondern traut sich auch einfach mal zu Dinge selber in die Hand zu nehmen.

Ein sehr spannendes Neuland, denn im Rahmen der Hausautomatisierung hätte ich gerne eine Benachrichtigung des Briefkastens, wenn Post eingeworfen wurde. Dazu muss ich dann allerdings Löten lernen und ein Trauma aus der Kindheit überwinden.

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