Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Der erste Monat des neuen Jahres ist um. Im Raum steht daher die übliche Frage. Was wurde in den vergangenen Wochen weggespielt?

Flaute im Januar

Rein von den Zahlen her betrachte, wurde im Januar 2021 deutlich weniger weggespielt (zu dem Begriff kommen wir dann später) als im Januar 2020. Ganzen 56 Partien waren es im vergangenen Jahr, denen lediglich 20 in diesem Januar gegenüber stehen. Der zeitliche Umfang ist auch geschrumpft. Von 50 Stunden auf 22 Stunden. Man muss jedoch zwei Dinge als besonders hervorheben. Die Lockdown-Situation in diesem Januar und den Umstand, dass von den 50 Partien im letzten Januar 22 mit „Die Crew“ bestritten wurden.

Zweifelsfrei ist Die Crew ein gutes Spiel, aber auch eins mit einem traurigen Dasein bei uns im Regal. Nach den ersten Partien begeisterte es mich, es gab Lieferschwierigkeiten und dann endlich die Neuauflage. So schlug unser Exemplar dann zu Beginn des ersten Lockdowns bei uns auf. Blöd für ein Spiel, was erst ab drei Spielern so richtig Spaß macht.

Lassen wir aber den Rückblick und schauen uns lieber an, was im Januar so weggespielt wurde. An erster Stelle steht mit 11 Partien High Frontier 4 all. Dabei sind davon Solo-Spiele gewesen, in denen ich tiefer in die Materie und die Regeln eindringen konnte.

Volle Regale trotz weggespielt

An zweiter Stelle mit bereits fünf Partien befinden sich „Die Pranken des Löwen“. Szenario vier ist noch nicht abgeschlossen, wir sind also bereits zweimal auf die Nase gefallen. Das mindert den Spielspaß aber keineswegs. Was die Heranführung an die Spielregeln angeht, halte ich „Die Pranken des Löwen“ für das derzeit beste der komplexeren Spiele, denen das hervorragend gelungen ist.

Die unteren Ränge dessen, was weggespielt wurde, bilden dann Chimara Station, Concordia und Innovation. Letzteres wurde als Fern-Partie über Boardgamearena gespielt. An diese Form des Spielens habe ich mich nach wie vor noch nicht gewöhnt.

Kommen wir zum Begriff weggespielt. Mir ist der vermutlich häufiger in irgendwelchen Youtube-Videos aufgefallen, sodass er mir heute beim schreiben des Artikels durch den Kopf ging. Dabei ist der eigentlich ziemlich Blödsinn. Man kann dreckiges Geschirr in der Küche wegspülen. Das ist danach sauer. Oder die Weinvorräte wegtrinken. Aber etwas wegspielen? Die Regale sind ja nach wie vor voll, die wenigsten Spiele nutzen sich durch Gebrauch ab.

Unabhängig davon klingt wegspielen auch nach Arbeit und hat mit dem Hobby daher eher weniger zu tun. Wen spielen für mich Arbeit wäre, würde ich es lassen.

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