Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Gestern fand die Inauguration des neuen US-Präsidenten Joe Biden statt. Nur wenige Anwesende trugen eine FFP2-Maske.

Nie wieder Donald Trump

Da Donald Trump bereits während seiner Amtszeit wie ein Zombie wirkte, ist eine mögliche Rückkehr nicht ausgeschlossen. „Manchmal kommen sie wieder“ — nicht nur ein Horror-Film, sondern auch eine furchtbare Vorstellung für die Demokratie in den USA.

Erstaunlich viele Alt-Präsidenten waren bei der Amtseinführung von Biden zu sehen, darunter auch George W. Bush, wie Trump ein Republikaner. Oder sollte man sagen, Trump ist derzeit noch ein Republikaner? Wie dem auch sei, es wurde ein deutliches Zeichen gesetzt. Als erster ehemaliger Präsident seit 150 Jahren war Trump nicht bei der Amtseinführung seines Nachfolgers anwesend.

Der Mann ist nicht nur ein schlechter Verlierer, ihm fehlen auch jegliche Manieren. Die Übergabe der Amtsgeschäfte im Weißen Haus erfolgt daher auch lediglich durch Mitarbeiter von Trump.

Joe Biden machte deutlich, wie wichtige jetzt die Wiederherstellung der Einheit der Nation sei. Immerhin stimmten rund 74 Millionen US-Amerikaner für Trump. Innerhalb weniger Stunden unterzeichnete Biden eine Reihe von Dekreten, mit denen besonders umstrittene Entscheidungen seines Vorgängers rückgängig gemacht werden soll. Der Wiedereintritt in die Weltgesundheitsorganisation steht genau so auf der Agenda von Biden wie der erneute Beitritt zum Pariser Klimaabkommen. Zudem wurde eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit eingeführt.

Einkaufen mit FFP2-Maske

Thema Maskenpflicht, da wären wir dann bei den Beschlüssen von Bundesregierung und Ländern von gestern und vorgestern. Zu allererst, der Lockdown wird bis zum 14. Februar (möglicherweise ist dieses Jahr gemeint) verlängert. Ich für meinen Teil bin ziemlich pessimistisch, dass es bei diesem Datum bleiben wird. Für nicht unwahrscheinlich halte ich einen Lockdown bis nach den Osterferien.

Aber gut, es ist, wie es ist. Die Maßnahmen sind für mich weitgehend nachvollziehbar, bis auf eine Ausnahme. Beschlossen wurde nämlich auch, beim einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr auf das Tragen einer FFP2-Maske oder OP-Maske zu bestehen. Mir erschließt sich der Sinn dahinter nicht.

Natürlich bietet eine FFP2-Maske auch dem Träger Schutz — im Rahmen unseres Umzugs nach Emden haben meine Frau und ich uns damit ausgestattet und trugen diese dann gerade auch in der Bahn.

Beim einkaufen stellt sich mir aber vornehmlich nicht die Frage, ob FFP2-Maske oder Altagsmaske. Es müsste konsequent und durchgehend darauf geachtet werden, dass Masken korrekt vertragen werden, also auch über die Nase gehen. Das würde schon mal wesentlich mehr bringen als bloß die Vorgabe, eine FFP2-Maske zu tragen.

Zusätzlich wären Kontrollen erforderlich. Personal, dass am Supermarkteingang darauf achtet, dass jeder eine Maske trägt und exakt einen Einkaufswagen hat. Auch in Emden könnte es helfen, öffentliche Plätze zu kontrollieren. Das Jugendliche dicht an dicht am Bahnhof auf den Treppen sitzen, selbstverständlich ohne Maske, ist wenig klug.

Preisfrage Maske

Dass statt einer FFP2-Maske auch eine OP-Maske getragen werden kann, ist aus meiner Sicht lächerlich. Die Schutzwirkung ist gleichzusetzen mit einer Altagsmaske, nur das Letztere gewaschen werden können. Damit kommen wir zum nächsten Problem bei der FFP2-Maske, welches auch schon bei den OP-Masken gut zu beobachten war. Es wird nämlich auf eine mehrfache Benutzung hinaus laufen, was die Schutzwirkung kontaktiert.

Wer um Geld zu sparen bis zum 15. Februar dieselbe FFP2-Maske trägt, tut der Vorschrift nach außen hin zwar Genüge, schadet aber sich und anderen erheblich.

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