Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder betrachtet Impfen als Bürgerpflicht. Eine allgemeine Impfpflicht wäre begrüßenswert.

Freiheit versus Bürgerpflicht

Bedingungslose Freiheit ist in eine Gesellschaft weder möglich nur erstrebenswert. Auch nicht, wenn die Staatsform eine Demokratie ist. Wir leben miteinander und tragen Verantwortung füreinander. Nach meinem Verständnis gehört dazu auch Einschränkungen hinzunehmen, wenn dem Wohl aller dienen.

Das kann man an dieser Stelle ganz grundsätzlich diskutieren. So gibt es zum Beispiel die Bürgerpflicht, sich an geltende Gesetze zu halten, obwohl diese eine ganze Reihe von Einschränkungen enthalten. Ganz banal: Nicht alles, was ich sehe, kann ich mir aneignen. Es gibt Eigentum anderer. Wenn ich darauf zugreife, nennt sich das Diebstahl.

Wir können das auch an dieser Stelle abkürzen, man kann sich denken, worauf ich im Kern hinaus will. Im Übrigen, für Masern gibt es schon eine Impfpflicht. Ist das Kind nicht geimpft, darf es zum Beispiel nicht in die KiTa. Das Masernschutzgesetz gilt seit März 2020. Im Vergleich ist Covid-19 deutlich gefährlicher als Masern.

Ernsthaft über Impflicht oder keine Impfpflicht zu diskutieren, bringt mich seit Tagen auf die Palme. Ich sehe das genau wie Söder. Sich impfen zu lassen, ist Bürgerpflicht. Zwar ist es eine persönliche Entscheidung, aber eine, die Konsequenzen für das gesamte Umfeld und letztendlich auch die Gesellschaft hat. Für mich steht außer Frage, ob ich mich impfen lasse. Sobald ich darf, werde ich das auch tun.

Themenwechsel zur Gemütsberuhigung

Nur rund zweihundert Wörter zum Thema Bürgerpflicht ist wirklich extrem mager, ich weiß das wohl. Mir gehen aber diese ganzen Impfkritiker und Leugner so auf den Keks, dass ich mich immer stark bremsen muss. Als ich gestern bei amazon ein Buch bestellen wollte (eine Empfehlung aus der Süddeutschen Zeitung) schäumte ich auch schon wieder. Man sollte mal einen Blick auf die Bewertungen von „Immun: Über das Impfen“ werfen. Da fehlt die übliche Streuung. Es gibt lediglich Fünf-Sterne-Bewertungen und Ein-Sterne-Bewertungen, mit erwartbaren Kommentaren bei den Ein-Sterne-Bewertungen.

Aber lassen wir das. Ein fast Themenwechsel. Heute Morgen las ich in der SZ von einer möglichen erneuten Verlängerung des Lockdowns. Bundeskanzlerin Merkel sprach, dass es noch bis Ostern hart werden würde. So lange ohne Brettspiele mit nicht im eigenen Haushalt lebenden Menschen zu verzichten, ist für mich wirklich hart.

Auf der Suche nach Alternativen bin ich dann beim Tabletop Simulator gelandet (ist für manche vermutlich schon ein alter Hut). Bisher beschränken sich meine Erfahrungen, was digitales Spielen angeht, auf spezielle Apps (wie etwa bei Twilight Struggle) oder aber Vassal. Letzteres hat einen eigenen Charme und die Option, auch Play-by-Mail machen zu können. Ist aber auch auf der anderen Seite etwas altbacken.

Kampf mit dem Interface

Der Tabletop Simulator ist ähnlich wie Vasall erst mal nur eine nackte Engine. Die Spiele muss man dazu dann noch installieren. Dabei haben die Module eine unterschiedliche Qualität, wie ich erfahren durfte. Gestern versuchte ich mich an „Lost Ruins of Arnak“ und hab geschlagen 15 Minuten damit verbracht, die Plättchen für das Solospiel gerade auszurichten. Als sich dann ein Meeple nicht genau auf das zu besetzende Feld platzieren ließ, warf ich fürs Erste das Handtuch.

Heute Abend nehme ich mir mal „High Frontier 4 all“ vor. Immerhin weiß ich mittlerweile, wie sich Spielstände speichern lassen. Bis zur Esten Partie gegen einen Menschen wird es noch etwas dauern.

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