Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Gestern wurde von der Bundesregierung eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 20. Dezember beschlossen. Darüber hinaus fällt Weihnachten aus.

Alle Jahre wieder

Mit fast 50 Lebensjahren habe ich in einer Hinsicht nichts dazu gelernt. Nach wie vor falle ich immer noch auf „mal eben“ rein. Seit Anfang der Woche ist ein großes Kundenprojekt online, in das ich ziemlich viel Zeit gesteckt habe. Heute Morgen sollte ich nur „mal eben“ zwei Stellenanzeigen entfernen, da mittlerweile in beiden Fällen jemand eingestellt wurde. An sich positiv und nichts Schlimmes.

Allerdings fiel ich fast in Ohnmacht, als ich die Startseite anrief. Dort fehlten alle Style-Angaben, dich in Elementor global angelegt hatte. Irgendein Bug, was weiß ich. Fünf Stunden später hatte ich alles wieder fast so wie vorher. Meine Laune für heute ist entsprechend.

Was das Thema Weihnachten angeht, verspüre ich dieses Jahr noch weniger Lust als letztes Jahr. Es liegt weniger am Lockdown, der verlängert wurde. Obwohl, zum Teil schon. Auf den Weihnachtsmarkt in Emden hatte ich mich schon seit Anfang des Jahres gefreut, als das Ziel unserer Reise klar wurde. Aber die Absage kam früher als die Verlängerung des Lockdowns. Abgehen davon halte ich die Maßnahme für notwendig, auch wenn ich persönlich als Neubürger hier in Emden ziemlich darunter leide — kennenlernen von anderen Menschen ist halt momentan nicht drin.

Wintersport plus Weihnachten

Für nicht wenige Menschen gehört Weihnachten und vor allem die Nachweihnachtszeit fest mit Wintersport zusammen. Meiner Meinung nach hat die Ruinieren der Alpenlandschaft wenig mit Sport zu tun, aber das hier auszudiskutieren würde wohl zu weit führen.

Während man in Italien, Frankreich und Deutschland den Wintersport möglicherweise frühestens ab dem 10 Januar 2021 zulassen will, ist Österreich wieder ganz vorne mit dabei. Rhetorische Frage meiner Frau beim vorlesen der Zeitungsmeldung heute Morgen beim Frühstück: „Liegt Ischgl nicht in Österreich?“

Man kann sich einfach nur an den Kopf fassen (Hände waschen vorher nicht vergessen). Impfstoff hin oder her, der liegt nicht unterm Weihnachtsbaum.

Auch dieses Jahr fällt Weihnachten auf den 24. Dezember (erschreckend für viele, die spontan noch ein Geschenk brauchen), aber das Fest wird anders sein. Im Großen und Ganzen sind das jedoch kleinere Einschränkungen. Dank zahlreiche Kauf- und Bestellmöglichkeiten muss niemand auf Konsum zu Weihnachten verzichten — sofern ihn nicht Kurzarbeit oder schlimmeres getroffen hat. In nicht wenigen Familien dürfte es wohl auch zu überschwänglichen Freudenausbrüchen führen, wenn man die Schwiegereltern dank Corona zu Weihnachten mal nicht sehen muss.

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