Von allen guten und bösen Geistern verlassen

300 Umzugskartons

Mit dem Einzug der Umzugskartons wird der Aus- und Umzug greifbarer Ernst. Erinnerungen an die Schärfe von Papier beziehungsweise Pappe schneiden sich in Unterarme.

Wir lieben den Geruch von frischen Kartons am Morgen. Exakt 300 Kartons benötigen gefaltet so viel Platz wie ein Kleinwagen.

Das ist nicht Sparta!

Wir alle kennen die legendäre Szene aus dem Film 300. Ein überstürzter Moment für den persischen Botschafter. In Sparta nannte man es auch Fußtritt-Diplomatie. Dazu der Ausspruch von König Leonidas „Das ist Sparta! “. Am Ende ließ er sein Leben. Heldenhaft, aber tot ist am Ende eben immer tot.

Von Köln aus betrachtet liegt Sparta über 2.000 Kilometer weit weg. Die Handlung des Films 300 reicht sogar noch weiter in die Vergangenheit. Die entscheidende Schlacht fand an den Thermopylen im Spätsommer des Jahres 430 c. Chr. statt. Dem riesigen Heer der Perser standen, anders als im Comic und Film (der auf dem Comic basiert) rund 6.200 Schwerbewaffnete inklusive Hilfstruppen gegenüber. Eine kleinere Zahl macht sich aber in der Erzählung besser, heldenhafter.

Mit Köln hat das alles eher weniger zu tun. Bis auf die Zahl 300. Das entspricht nämlich genau der Menge an Umzugskartons, die heute angeliefert wurden für den Umzug von mir und meiner Frau nach Emden. Verteilt waren die Kartons auf zwei Paletten. Waren, genau Vergangenheitsform. Ursprünglich sollten die Kartons mit dem Hubwagen auf den Paletten lagernd auf unserem Stellplatz im Fahrkeller abgestellt werden. Leider ist die Kellertür für den Stapel auf der jeweiligen Palette um 60 Zentimeter zu niedrig gewesen. Immerhin, meine Frage, was wir mit den Paletten den machen könnten, wenn die Kartons alle gepackt sind, hat sich erledigt.

 

Probepacken im Arbeitszimmer

Probepacken im Arbeitszimmer

Inhalt für 300 Kartons

Wir mussten nämlich in Rekordzeit die beiden Paletten abräumen, um alles durch die Tür zu bekommen. Der Spediteur konnte dann die Paletten direkt wieder mitnehmen. Großes Lob noch mal an dieser Stelle für seine Geduld. Sorgen, die alle auch tatsächlich mit Inhalt zu füllen, haben wir im Übrigen nicht. Im Normalfall wäre eine solche Menge wohl bei einer 85 qm Wohnung nicht erforderlich, aber wenn man Brettspiele sammelt, sind 300 Kartons vielleicht schon knapp kalkuliert.

Was mein Paket von Vodafone angeht, hatte ich mich zu früh auf Licht am Ende des Tunnels gefreut. Nach dem Vodafone ein zweites Paket rausschickt, hätte ich vermutlich meine Vorfreude dämpfen sollen. Das Paket ist mittlerweile nämlich bei DHL verschollen. Ursprünglich sollte es am Samstag kommen. Da wir vormittags aber nicht zu Hause waren, vereinbarte ich online einen Wunschtermin für Montag.

Am späten Samstagnachmittag kam dann dennoch ein Aushilfszusteller mit dem Paket, nahm es aber wieder mit. Wunschtermin ist Wunschtermin, er konnte das Lesegerät nicht anderweitig überzeugen. Ich hatte dabei ja schon ein ganz mieses Gefühl.

Gestern kam dann kein Paket — trotz Wunschtermin. Heute gab es zwei andere Pakete für meine Frau, aber nicht das erhoffte Paket von Vodafone. Was ich an Erfahrung mit der Hotline von DHL bisher gemacht habe, lässt die Hoffnung im Keim ersticken. Das Paket wird hier nie aufschlagen.

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