Neben Covid-19 breitet sich auch ein fortlaufender Wahnsinn aus. Insbesondere beim Geschäftsgebaren von Tönnies ist das deutlich erkennbar.

Schnelldiagnose am Flughafen

Das prominenteste Opfer der Corona-Pandemie ist in Deutschland das bekannte Sommerloch. Überraschend verstarb es vor einigen Wochen in aller Stille. Mal im Ernst, anders als in den Vorjahren habe ich nicht das Gefühl, im Sommer nachrichtentechnisch so was wie eine „Saure Gurken Zeit“ zu erleben. Eine Schlagzeile folgt der nächsten. Sobald man mal hofft, etwas Ruhe zu bekommen, treibt Donald Trump die nächste Sau unter viel Getöse durchs Dorf. Sein jüngster Coupe: Abzug von 12.000 US-amerikanischen Soldaten aus Deutschland.

Klar, Friedensaktivisten wird der Truppenabzug der USA freuen. Die arbeitende Bevölkerung an den entsprechenden Standorten aber nicht, denn sie müssen zu Recht um Lohn und Brot fürchten. Selbst in Trump eigener Partei gibt es auch deutlich kritische Stimmen zum Truppenabzug.

Den fortlaufenden Wahnsinn nimmt man auch im Umgang mit Urlaubern wahr. Nach der Option, sich freilich an Flughäfen bei der Rückkehr aus dem Urlaub auf Covid-19 testen zu lassen, wurde jetzt obligatorische Test ins Auge gefasst. Wer hier von Zwangsmaßnahmen redet, hat ein paar grundsätzlich Dinge nicht verstanden. Freiheit hat immer auch Grenzen. Insbesondere dann, wenn Gesundheit und Leben anderer Menschen gefährdet sind.

Neugründungen als Ausweg

Neue Gesellschaften werden gegründet

Bezahlter fortlaufender Wahnsinn

Immerhin, die Urlaubsrückkehrer müssen den Test nicht bezahlen. Persönlich finde ich das bedauerlich, denn wer sich ein Urlaub in einem Risikogebiet leisten kann, sollte auch für den Test aufkommen.

Wir sind aber noch längst nicht am Ende. Der fortlaufende Wahnsinn geht weiter — daher ja auch sein Name. Tönnies, da war doch was. Nicht nur eine massive Ansteckung der Beschäftigten mit Covid-19, nein, auch hundsmiserabel Arbeitsbedingungen und Werkverträge. Die Missstände sind so groß, dass die Bundesregierung nicht weiter wegschauen konnte. Also sollen ab 2021 Werkverträge in Schlachtbetrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern verboten werden.

Zur Gewährleistung der Grundversorgung mit billigem Fleisch und zur Steigerung des Umsatzes gründet der Tönnies daraufhin munter neuen Gesellschaft, um die Obergrenze zu unterlaufen. Das fällt natürlich auf. Alles völlig falsch verstanden, heißt es seitens des Konzerns. Die neuen Gesellschaften seien dazu da, um die beschäftigten schnell in reguläre Arbeitsverhältnisse zu bekommen. Ein völlig normaler Vorgang. Er völlig normaler Wahnsinn. Genau so wie rechte Umtriebe bei der Polizei.

Das ein pensionierter Polizeibeamte Drohbriefe mit der Signatur „NSU 2.0“ verschickt haben soll und zudem auch noch illegal Waffen samt Munition hortete — fortlaufender Wahnsinn, ich sagte es bereits mehrfach.

Wenn ich dieser Tage so in mich gehe, kommt mir ein Verdacht. Das klassische Sommerloch wäre mir wirklich lieber gewesen.

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