Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Rechnungen richtig verwenden

Alte Rechnungen lassen sich noch einem prima Verwendungszweck zuführen. Zumindest dann, wenn sie nich ausschließlich digital vorliegen.

Beim größten Teil der Post im Briefkasten handelt es sich um Rechnungen. Der Rest verteilt sich gleichmäßig auf „Kaufen jedes Auto“-Karten so wie Pizza-Restaurant Werbung.

Aufräumaktionen vor dem Umzug

Mit genügend Vorlauf lässt sich ein Umzug deutlich besser planen. Noch besser ist es, wenn man sich nicht nur gedanklich Monate im Voraus damit beschäftigt. Meiner Meinung nach ist ein Umzug nämlich die ideale Gelegenheit, so richtig auszumisten. Sich von Sachen zu trennen, die man im Grunde genommen nicht mehr benötigt. Dazu gehören auch jahrhundertealte Rechnungen.

Mittlerweile ist es ja im Prinzip so, dass Rechnung ebenfalls wie vieles andere digital erstellt und per E-Mail verschickt werden. Nur sehr selten, anders als eingangs behauptet, verirrt sich mal eine in unserem Briefkasten. Eigentlich ist trotz des Schilds „Keine Werbung“ zu 80 Prozent Werbung im Briefkasten. Darüber hinaus dann nur noch Bestellung, die da rein passen oder monatliches Zeitschriften.

Wenn ich jetzt so darüber schreibe, frage ich mich gerade, wozu ich eigentlich einen Nachsendeantrag gestellt habe. Das Geld dafür hätte ich mir vermutlich sparen können. Immerhin, die Rechnung dazu gab es auch digital.

Kommen wir aber zurück zum Aufräumen und aussortieren. Trotz meiner Radikalkur im vergangenen Jahr gibt es noch immer Unterlagen, die diese überlebt haben.

Reißwolf mit großem Hunger

Reißwolf mit großem Hunger

Verwendungszweck für alte Rechnungen

Nach wie vor gab und gibt es diverse Ordner im Regal mit Rechnungen. Im Normalfall wären die wohl auch mit umgezogen, wenn ich nicht etwas gesucht hätte. Für die Abmeldung von Rheinenergie (dem lokalen Versorger hier in Köln) brauchte ich die Unterlagen, zumindest aber die Kundennummer. Fand ich dank meines „genialen“ Ablagesystems nicht — dafür hatte meine Frau die Daten digital.

Ich hatte dafür Rechnung aus über 15 Jahren in den Händen. Braucht man so was noch? Wohl kaum, erst recht nicht, wenn es sich um Kaufbelege für Geräte handelt, die schon längst das Zeitliche gesegnet haben. Also schloss ich den Reißwolf an. Hungrig machte er sich um das Papier her und ich rang mit den Optionen hinsichtlich der Entsorgung.

Die Altpapiertonnen sind bereits voll, also stopfte ich die Schnipsel in blaue Säcke zur Zwischenlagerung. Mir fiel dabei auf, wie fluffig das Zeug ist. Damit könnte man auch beim Versand empfindlicher Gegenstände gut das Paket polstern. Oder in unserem Fall Umzugskartons mit zum Beispiel Brettspielen. Jetzt warten die alten Belege in neuer Form auf ihren letzten Einsatz, bevor sie in Emden dann im Altpapier landen werden. So manche Rechnung hat dann einen langen Weg hinter sich. Von Absender etwa aus England nach Bielefeld, von dort nach Köln und schließlich mit uns gemeinsam nach Ostfriesland — aber nicht mehr im Ordner in meinem Regal.

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