Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Intuitive Ernährung

Durch eine Beitrag der Sendung Quarks & Co stolperte ich über die Intuitive Ernährung. Ein sehr sympathische Form der Nahrungsaufnahme.

Einfach nur etwas essen ist uns Menschen zu banal. Die Intuitive Ernährung ist viel zu einfach, daher qäulen wir uns mit Diäten.

Du bist, was du ist!

Das beste, was ich jemals zum Thema Diät gelesen habe, ist der Spruch der Comic-Katze Garfield. „Diät hat am Ende ein t, wie tot.“ Damit sind dann schon fast am Anfang eines grundlegenden Missverständnis. Diät, das ist doch nur so eine Sache für Frauen. Meiner Meinung nach hat die Beschäftigung mit seiner Ernährung nichts mit dem Geschlecht zu tun. Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, Männer würde das Thema gerne unter den Teppich kehren, obwohl es sie ebenfalls beschäftigt.

Mann is(s)t Steak und männlich. Während meiner Jugend befand sich Diät-Tipps vornehmlich in Frauenzeitschriften. Mittlerweile, im Fitness-Wahn-Zeitalter, ist man nirgends sicher vor Anleitung, wie man zur Traumfigur kommt.

Selbst wenn man sich nicht mit einer Diät im volkstümlichen Sinne (zum Abnehmen) beschäftigt, setzt man sich mitunter mit der eigenen Ernährung auseinander. So was das bei mir in der Oberstufe. Es ging nicht um das Idealgewicht, sondern um die Optimierung der Ernährung — auch um das Abgrenzen von seinen Eltern und Tradition, die im Essen stecken.

Was etwa vegetarische Ernährung oder Makrobiotik mit der Bananen-Diät gemeinsam haben: Regeln, die es zu befolgen geht. Genau hierin liegt der Unterschied zur intuitiven Ernährung.

Beerenauslese

Beerenauslese

Vorschriftenfrei durch Intuitive Ernährung

Was mir damals ziemlich gut gefiel, war die sogenannte Instinctotherapie, eine Sonderform der Rohkost. Man ist das, was gut richt und gut schmeckt. So lange, bis sich die Wahrnehmung ändert. Ideologisch Basis hierbei war und ist die Auffassung, in der Tierwelt gäbe es keine ernährungsbedingten Erkrankungen. Tiere wüssten einfach vom Instinkt her, was gut für sie sei.

Die Instinctotherapie hat eine ganze Menge Macken. Wer zudem etwas zu ihrem Begründer, Guy-Claude Burger, recherchiert, dem wird auch ganz ohne falsches Essen schlecht.

Die intuitive Ernährung hat meiner Meinung nach jedoch einen Gedanken in sich, der von der Instinctotherapie zu stammen schein. Weg mit Regeln, Vorschriften und dem schlechten Gewissen. Einfach das essen, was einem schmeckt. Einzige Leitlinie: Auf den Körper hören und hinterfragen, ob man das, was man gerade essen möchte, auch wirklich das ist, was man eigentlich essen möchte.

Keinem Schönheitsideal hinterherlaufen, Einflüsse von Außen blockieren. Intuitive Ernährung wirkt auf mich wie die nahezu perfekt Empfehlung zum glücklichsein. Vor allem deshalb, weil sie den Kampf des Körpers mit Pfunden und und dem schlechten Gewissen beendet. Genuss steht im Vordergrund, genau so wie bewusstes essen. Ergänzen würde ich persönlich das noch um den Zusatz, möglichst auf Convenience Food zu verzichten. Vor allem aber, so weit möglich selber zu kochen. In den letzten Jahren bin ich damit gut gefahren, obwohl ich gar nicht wusste, dass ich mich intuitive ernährt habe.

Mehr zum Thema findet man im Übrigen beim baden-württembergischen Landeszentrum für Ernährung.

2 Kommentare

  1. Ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube, ich bin ein Fan der intuitiven Ernährung. Wenn ich deine Beerenauslese so anschaue weiß ich, das ist lecker und gesund. Leider versteht meine Frau unter intuitiver Ernährung was anderes.

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