Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Zeitung in Emden

Für die tägliche Portion Nachrichten muss sowohl Zubereitung als auch Portionsgröße stimmen.

Selbstverständlich wird auch oben in Ostfriesland gelesen. Eine größere Auswahl macht die Suche nach einer neuen täglichen Zeitung nicht leicht.

Mangelsituation in Köln

Was das Thema Zeitung angeht, muss man sich die aktuelle Situation in Köln einfach mal auf der Zunge zergehen lassen. Für die Millionenstadt gibt es drei Zeitungen: Die Kölnische Rundschau, den Kölner Stadtanzeiger und den Express (so was wie BILD fürs Rheinland). Alle drei Presseerzeugnisse haben etwas gemeinsam. Sie kommen nämlich aus demselben Verlagshaus (DuMont). Man könnte hier von einem Meinungsmonopol sprechen. In jedem Fall aber ist so eine Monokultur meiner Meinung nach nicht gesund, erst recht nicht für so eine große Stadt.

In Emden und für die Region existieren sechs Print-Angebote:

  • Emder Zeitung
  • Ostfriesen Zeitung
  • Ostfriesische Nachrichten
  • Ostfriesischer Kurier
  • Generalanzeige
  • Ostfriesland Magazin

Fünf davon zählen als Zeitung, das Ostfriesland Magazin erscheint monatlich als Magazin — wie der Name bereits nahelegt.

Das ist geradezu eine sehr luxuriöse Situation, macht aber die Auswahl nicht einfach. Am sympathischsten von der Geschichte her finde ich die Emder Zeitung. Allerdings tue ich mich extrem schwer mit lokaler Kost. Blicken wir im Folgenden zurück.

Die wohl beste digitale tägliche Zeitung

Die wohl beste digitale tägliche Zeitung

Der Süddeutsche Zeitung treu

Seit rund 30 Jahren habe ich fast ununterbrochen die Süddeutsche Zeitung im Abo. Vermutlich merkt man das den Blogartikel hier auch inzwischen an— das Blatt hat mich definitiv geprägt. Auf die SZ zu verzichten, wird mir extrem schwerfallen. Im Grund ist das nur möglich, wenn ich als Ersatz etwas bekommen, was kein Leichtgewicht ist. Das dürfte wohl auch in Emden schwer werden, wie ich heute Morgen an einer Ausgabe der Emder Zeitung feststellte.

Eine nicht unwesentliche Hürde bei einem Wechsel ist die Qualität der E-Paper Ausgabe. Die SZ hat diesbezüglich Maßstäbe gesetzt. Ganz unabhängig von der inhaltlichen Qualität möchte ich diesbezüglich keine Abstriche machen. Ein PDF der täglichen Print-Ausgabe hochkant am iPad zu lesen, ist für mich unbefriedigend. Zurück zur Papierform möchte ich auch nicht, ich habe schon in zu vielen Wohnungen Druckerschwärze verteilt.

Bleiben dann die eingeschränkten Onlineangebot der Zeitungen und Emden.TV. Ein YouTube-Format, was jeden Samstag mit einer neuen Ausgabe daher kommt. Persönlich finde ich das sehr ansprechend.

Die Überlegung, zwei Zeitungen, also SZ und etwas Lokales, im Abo zu lesen, habe ich schnell verworfen. Das klappte weder in Bielefeld noch in Köln. Am liebsten wäre mir ja ein Mantelteil SZ mit einem Lokalteil Ostfriesland. Das aber ist ja schon damals für NRW als Projekt der SZ gescheitert.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.