Vorfreude aufs Fahrrad

Eingeschüchtert durch Verkehr und mehre selbstverschuldete Fahrradunfälle hatte ich das Radfahren in Köln an den Nagel gehängt.

Nach langer Abstinenz entwickelt sich so etwas wie Vorfreude aufs Fahrradfahren. Ein Schritt zurück zu den Wurzeln meiner Kindheit und Jugend.

Fast verlängertes Elend

Bevor ich zum eigentlichen Thema des Tages komme, muss ich meinem Ärger Luft machen. Wobei es nicht nur mein Ärger ist. Meine Frau ist erheblich angemessener und wir beide sind ziemlich entsetzt über den Vorfall.

Der Wechsel von Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen als angestellte Lehrerin ist ein langwieriges Verfahren. Mittlerweile können wir fast ein einjähriges Jubiläum feiern. So lange hat es gedauert vom Versetzungsantrag an. Ein sehr wichtiger Schlüssel für den neuen Arbeitsvertrag meiner Frau ist die Gewährleistung eines nahtloser Übergangs vom bisherigen Dienstverhältnis ins neue. Dazu muss ein Aufhebungsvertrag genau passen. Das ist jetzt auch der Fall, dank der Bezirksregierung Köln.

Auf wenig Gegenliebe stieß es jedoch bei der alten Schulleitung meiner Frau. Da der Auflösungsvertrag per Hauspost auf den Dienstweg an die Schule ging und dort von meiner Frau unterschrieben werden sollte, gab es Freitag ein ziemliches Drama. Der Auflösungsvertrag, welcher am Donnerstag noch im Sekretariat lag, kenne am Freitag nicht aufgefunden werden. Die Schulleiterin war nicht vor Ort und ließ sich auch telefonisch nicht erreichen— ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

Einem Einfall folgend wurde der Auflösungsvertrag von einer der supernetten Sekretärinnen am Donnerstag jedoch bereits digitalisiert und meiner Frau per E-Mail zugeschickt. Die Version ging dann auch schon vorab nach Niedersachsen. Am Freitag in der Schule konnte auf diese Weise der Vertrag noch mal ausgedruckt und für die Bezirksregierung Köln unterschrieben werden. Die Vorfreude meiner Frau auf Ostfriesland bekam dennoch einen gehörigen Dämpfer.

Favorit von KTM

Favorit von KTM

Neues Fahrrad sorgt für Vorfreude

Jetzt, einen Tag später ist die Vorfreude wieder zurück. Wir hoffen, dass jetzt keine weiteren bösen Überraschungen und Überrascher kommen. Derweil machen wir uns Gedanken, wie wir in Emden unterwegs sein wollen.

Klar, für nächstes Jahr ist die Anschaffung eines Kanus geplant. Wenn man rund 100 Meter vom nächsten Anleger entfernt wohnt und über die Grachten bis zur Nordsee radeln kann, ist die Verlockung schon groß.

Was ein eigenes Auto betrifft, können wir uns aufgrund der neuen Lage erst mal Zeit lassen. Anders sieht es dagegen mit den Fahrrädern aus. Es verlock schon, etwa nach Norddeich-Mole in zwei Stunden mit dem Rad ankommen zu können. Bei mir hat das nicht nur Vorfreude auf die neue Umgebung ausgelöst, sondern wieder Lust aufs Fahrrad und Fahrrad fahren geweckt.

Allerdings werde ich wohl ein neues Rad benötigen. Mein bisheriges hat bereits fast 30 Jahre auf dem Buckel. Auch möchte ich keins zum Rasen, sondern mehr ein etwas gemütlicheres Modell. Ich schwanke zwischen einem City-Model von VSF mit tiefem Einstieg oder einem Rad von KTM. Auf jeden Fall gibt es schon einen guten Ansprechpartner vor Ort in Emden, bei dem ich mit Sicherheit erst mal lebensverlängernde Maßnahmen für mein altes VSF-Rad in Anspruch nehmen kann.

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