Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Reflexe sind Quark

Über Hausmittel kann man trefflich streiten. Dabei können sich die Ansicht ändern, wenn sie zufällig wirklich helfen.

Gute Reflexe sind nur dem Gerücht nach in allen Lebenslagen praktisch. Mitunter kann schnell auch einfach mal zu schnell sein.

Hand an der Pfanne

Einen Shooter an der Konsole spielen liegt bei mir jetzt schon wieder etwas weiter zurück. Der Letzte war Battlefield V, mit dem ich aber nicht so richtig warm geworden bin. Dafür fand ich Battlefield 1 deutlich frischer. Aber auch da verschleißte sich auf Dauer der Spielspaß. Mit jedem Update wurden die Möglichkeiten des Levelns unübersichtlicher. Ich will doch nur schießen — eigentlich.

Deutlich länge zurückliegen meine Erfahrungen mit Call of Duty. Anders als bei Battlefield hatte ich da auch wirklich noch Chancen im Spiel. Gute Reflexe und ein scharfes Messer sorgten für so machen Kill. Es ist ein verdammt schnelles Spiel — und ich bin kurz davor, wieder schwach zu werden. Allerdings hindert mich ein Unfall zur Zeit dran, einen Gamecontroller bedienen zu können. Ausgerechnet gute Reflexe waren an dem Unfall schuld. Aber der Reihe nach.

Eines der Lieblingsrezepte meiner Frau und mir ist „Spätzle Frittata“. Lässt sich schnell vorbereiten und braucht dann in der Pfanne im Backofen lediglich 20 Minuten. Jep, man ahnt es schon. Die Pfanne wird natürlich im Backofen heiß. Daher nimmt man sie dann auch mit Ofenhandschuhen am Ende der 20 Minuten aus dem Ofen und stellt sie sicher ab.

Blick in den Ofenhandschuh

Schaden durch gute Reflexe

Das mit den Ofenhandschuhen klappte gestern Abend noch ganz gut. Das mit dem sicher abstellen etwas weniger. Ist aber kein Problem, so was kann man ja korrigieren. Schließlich hat die Pfanne Griffe, mit denen man sie zurechtrücken kann. Mit dem kleinen Unterschied, dass das ganz gut geht, wenn die Pfanne nur auf dem Herd war. Bei der Zubereitung im Ofen sieht es etwas anders aus. Ja, ich hatte keine Handschuhe an, als sich meine Reflexe durchsetzen, um die Pfanne am herunterkippen zu hindern. Und ja, es ist eine sehr schmerzhafte Erfahrung, 220 Grad heißes Metall anzufassen.

Die sofortige Kühlung unter Wasser verschaffe zwar Linderung, aber nur so lange, wie die Hand unter Wasser war. Gleiches galt für die Kühlpacks. Eine Salbe, die wir noch hatten, brachte dagegen gar nichts. Zumindest für die Dauer des Abendessens reichten die Kühlpacks aus. Danach wurde es dann schwierig. Mit einer Schüssel voller kalten Wasser setzte ich mich dann aufs Sofa, die linke Hand im Wasser, die rechte hielt die Schüssel. Das half, auch wenn es auf Dauer unbequem wurde. Zudem beschlich mich die Erkenntnis, damit nicht schlafen gehen zu können.

Sobald ich die Hand aus dem Wasser zog, setzen die Schmerzen erneut an. Mich brachte das schon an den Rand der Verzweiflung.

Alles Quark

Trotz zunehmender Müdigkeit fiel mir dann noch der Becher Quark im Kühlschrank ein. Zu verlieren hatte ich nichts, also die Packung aufgemacht und Quark auf die verbrannten Stellen gestrichen. Hört sich komisch an, aber ehrlich, es hat sofort geholfen. Der Quark kühlte wie das Wasser, zudem wirkt er offensichtlich entzündungshemmend.

Für die Nacht strich ich dann noch mal frischen Quark auf die Stellen und umwickelte sie mit Mullbinden. Damit ließ sich schmerzfrei schlafen. Heute Morgen sahen die Stellen an der linken Hand auch deutlich besser aus als erwartet. Generell bin ich bei Hausmitteln eigentlich skeptisch. Bei einer offenen Wunde wäre Quark auch ziemlich dumm gewesen. In meinem Fall aber war es lediglich eine oberflächliche Verbrennung, wo der Quark geholfen hat.

In Zukunft sollte ich dann mit dem Ausziehen der Ofenhandschuhe warten. Zudem werde ich wohl auch mal Bessere kaufen, denn die Derzeitigen von IKEA sind extrem unhandlich. Am besten wären wohl welche aus dem Industriebedarf für Menschen, die mit Gefahrengut arbeiten.

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