Ausschließlich Homeoffice für zwei bedeutete im April nicht automatisch mehr spielen. Tatsächlich wurde weniger weggespielt als im Vormonat.

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Bevor ich dazu komme, was im April weggespielt wurde, noch etwas unbezahlte Werbung. Die Corona-Krise geht an niemanden spurlos vorbei, auch wenn es bei einigen unserer unbekümmerten Nachbarn so aussieht. Der Einzelhandel wird noch über Monate die Auswirkungen des Lockdown spüren. Insbesondere gilt dies für kleine Geschäfte, deren Angebot nicht systemrelevant ist — wobei die Einschätzung natürlich auch vom eigenen Standpunkt abhängt. Ich für meinen Teil halte Gartenmöbel für deutlich entbehrlicher im Vergleich zu Büchern oder Brettspielen.

Bei den Brettspielen ist der Markt in den letzten Jahren stetig weiter gewachsen. Die Menschen scheinen es zu mögen, analog in geselliger Runde zu spielen. Durch Social Distance wird das mit den geselligen Runden naturgemäß schwierig. Beim Nachschub an neuen Spielen sieht es ganz unterschiedlich aus. Über Kickstarter finanzierte Spiele werden noch etwas länger brauchen, bis sie bei uns landen. Der überwiegende Teil von ihnen wird nämlich in China produziert.

Trotzdem gibt es noch genügend Vorräte, es muss also nicht gehamstert werden. Das Problem an der Stelle ist jedoch, dass lokale Spieleläden von der Corona-Krise spürbar getroffen wurden, während der Onlinehandel weit lief. Gerade deshalb ist es um so wichtiger, Brettspiele nach Möglichkeit vor Ort einzukaufen, um die „Artenvielfalt“ zu erhalten. Gute Spiele gibt es in Köln etwa beim Spielbrett.

Nachschub, wenn Weggespielt

Sympathischer Laden in Köln

Weniger Weggespielt

Kommen wir aber zu dem, was meine Frau und ich im April weggespielt haben. Ehrlich gesagt wundert es mich nicht, dass der vergangene Monat schwächer daher kommt als der März. Trotz Homeoffice von uns beiden und den Osterferien beziehungsweise dem Osterurlaub. Es wurden weniger gespielt und somit weniger weggespielt. Ursache hierfür sehe ich vor allem in der zähen Gleichmäßigkeit der Tage verbunden mit einem enormen Motivationstief. Das schlug auch voll durch bei meinen Brettspielrezensionen.

Abends hockten wir meisten auf dem Sofa, nicht selten mit einer Serie oder Minecraft, während ein gerade auf dem Wohnzimmertisch liegendes Brettspiel Staub ansetzte. Es fällt mitunter schwer in der Corona-Krise, seine Gedanken zu sammeln und sich mit Regeln für Spiele zu beschäftigen.

Dennoch, ein paar Sachen haben wir weggespielt, sodass wir immerhin auf 38 Partien und 48 Stunden Gesamtspielzeit kamen. Die Liste mit den Top 5 (jeweils 5 Partien) sieht wie folgt aus:

  • Funkenschlag
  • Glen More II: Chronicles
  • Hyperborea
  • Roll for the Galaxy
  • Xia: Legends of a Drift System

Bei Glen More II: Chronicles kann ich zudem einen neuen Rekord bei den erfassten 2-Spieler-Partien verzeichnen: fünft verloren Spiele hintereinander. Trotzdem gefällt mir das Spiel ausgesprochen gut.

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