Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Die sogenannte Osterpause ist beendet. Die Rückkehr vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Normalität steht allerdings noch aus.

Vereinheitlichung wünschenswert

Von Gründonnerstag bis heute sammelten sich in meinem Agenturpostfach 89 E-Mails an, die kein SPAM waren. Die alle heute Morgen abzuarbeiten, hat es gedauert. Für mich persönlich ist das Posteingangsfach auch immer eine To-do Liste. Daher macht es mich verrückt, wenn es rappelvoll ist. Das durchlesen, beantworten delegieren — eine Routine, die ein Stück weit guttut. Normalität des Arbeitsalltages als Beruhigungsmittel. Nicht alle Menschen in Deutschland haben derzeit das Glück, davon zu profitieren. Sie bleiben weiterhin ohne Homeoffice zu Hause, weil sie in der falschen Firma arbeiten oder in einem Bundesland leben, in dem Sicherheit vorgeht.

Die Lockerungen der vor Ostern beschlossenen Maßnahmen sind nicht nur von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, sondern auch von Branche zu Branche. Warum hierzulande Möbelhäuser öffnen dürfen, aber nicht Kaufhäuser mit gleicher Fläche, werden wohl nur Bürokraten verstehen. Für manche Firmen wie IKEA entlehne dabei bizarre Situationen. Während die Filialen in anderen Bundesländern weiterhin geschlossen bleiben, dürfen die Häuser von IKEA in Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Kaarst, Kamen, Köln Butzweiler Hof, Köln Godorf, Siegen und Wuppertal wieder geöffnet werden. Der schwedische Konzern verkündet aber, dies nicht bereits heute zu tun, sondern zunächst „ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept zu entwickeln“.

Normalität mit Maske

Normalität mit Maske

Masken als Normalität

Was Nordrhein-Westfalen angeht, sind die Prioritäten ganz klar gesetzt. Für Ministerpräsident Armin Laschet kann es gar nicht schnell genug zurück zur Normalität gehen. Das die Möbelhäuser in NRW wieder öffnen dürfen, erklärt er wie folgt: „Nordrhein-Westfalen sei das Land der Küchenbauer“. Super, und in ein paar Monaten ist NRW das Land der Särge-Tischler. Ganz ehrlich, früher hätte ich mir nicht träumen lassen, mir bayrische Verhältnisse in meinem Bundesland zu wünschen.

In Bayern sind die Schulen nach wie vor noch geschlossen, was gut ist. Kritik an den geschlossenen Schulen kommt von den Grünen — war klar, dort ist die Anzahl der Impfgegner unter den Wählerinnen und Wählern auch am höchsten.

Wie dem auch sei, als nunmehr drittes Bundesland führt Bayern eine Maskenpflicht ein. Sie gehören dort künftig zur Normalität des Alltags. Für NRW würde ich mir das auch wünschen, aber hier wird auf Freiwilligkeit gesetzt. Wie gut so was funktioniert, konnte ich in den letzten Tagen in Köln ziemlich gut beobachten.

Meine Frau und ich sind jetzt auf jeden Fall auch mit Masken ausgestattet. Die machen nicht nur modisch was her, sondern unterstützen auch ein lokales Geschäft hier in Nippes.

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