Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Aus dem deutschen Fußball ist zur Zeit die Luft raus. Die muss man auch angesichts der Politik von US-Präsident Trump anhalten.

Raubzug des Maskenmanns

Berlin bestellte unlängst zum Schutz seiner Polizei 200.000 Masken der Klasse FFP2 beim US-amerikanischen Hersteller 3M. Produziert wurden die Masken in China. Von dort aus sollte sie auch nach Deutschland verschickt werden. Auf Anweisung von US-Präsident Trump wurde die bereits bezahlte Lieferung abgefangen und in die USA umgeleitet. Das klingt nicht nur zufällig nach einem modernen Akt der Piraterie. Wir erinnern uns: Trump ist derjenige, der die Bedeutung des Virus lange heruntergespielt und geleugnet hat. Er ist auch derjenige, der dem Staat New York Beatmungsgeräte mit der Begründung, diese seine zu teuer, verweigerte.

Seitens der deutschen Bundesregierung müsste jetzt eigentlich eine harsche Antwort erfolgen. Solch rücksichtsloses und unsolidarisches Verhalten kann nicht toleriert werden. Am Rand bemerkt sei hier, dass es möglicherweise sogar ein adäquates Druckmittel gibt. Das Familienunternehmen Trump ist nämlich in eine wirtschaftliche Schieflache geraten. Aufgrund des Ausnahmezustands sind Hotels leer und Golfplätze dicht. Daher sondiert man zur Zeit bei der Deutschen Bank, für Zinsen und Tilgungen für Kredite Aufschub zu bekommen. Die Stabilisierung auch der Deutschen Bank war für den Steuerzahler ein kostspieliges Unterfangen. Zeit und Gelegenheit für das Unternehmen, sich dafür zu revanchieren. Oder aber zumindest sowohl Anstand zu besitzen, dass „Deutsche“ aus ihrem Firmennamen zu streichen.

Luft raus beim Fußball

Luft raus beim Fußball

Ganz ohne Fußball

Für mich stellt sich die Frage, was ich ganz ohne Fußball mit mir anfangen soll, überhaupt nicht. Quasi von Geburt an konnte ich nichts mit Fußball anfangen. Selbst Simulation von Fußball— Kickern in der Agentur — hauen mich nicht vom Hocker. Meine Trauer über ausfallende Bundesligaspiele hält sich daher in Grenzen. Auf der anderen Seite wäre es mir lieber, wenn sich die Fans untereinander verprügeln, statt auf unbeteiligte Bürger auszuweichen.

Wie dem auch sei, während der Corona-Krise ändert sich einiges. Heute Morgen gab es im heimischen Badezimmer eine Premiere. Meine Frau hat mir die Haare geschnitten, da mein letzter Friseurtermin auf die Zeit nach dem 20. April verschoben wurde. Keine Angst, es hört sich schlimmer an, als des ist. Meine Frisur besteht aus einem Undercut mit einer Länge von 6 Millimetern. Genau das wurde heute wieder auf den Sollzustand gebracht. Da ich für meinen „Bart“ ein Trimmschneider besitze, ging das ohne nennenswerte Problem vonstatten. Die Regel sollte das jedoch nicht werden.

Veränderungen zeichnen sich auch an anderer Stelle ab. Für die Website hier steht ein Relaunch im neuen Design an. Bis es das Licht der Öffentlichkeit erblickt, dauert es noch etwas – die meiste Ungeduld habe dabei ich.

Eine Antwort

  1. Guten Morgen,

    Du warst heute schon fleißig und hast mir mit dem Fußballfan-Kommentar einen breiten Schmunzler beschert! Gottseidank hat sich hier noch niemand so richtig an anderen ausgetobt, außer der üblichen Motzerei und ein paar Beschimpfungen. Die meisten reißen sich allerdings wirklich zusammen. Wie lange das noch anhält, keine Ahnung.

    Zu Fußball selbst, gibt es meinerseits nur eine harsche Meinung: Wer heutzutage so viel verdient, wie andere in ihrem Leben niemals mit oder ohne Steuern haben werden, sollte eigentlich nicht noch diskutieren, ob Lohnkürzung oder -verzicht angemessen sind. Stattdessen darf man dann Reaktionen von erwachsenen(!) Dreijährigen überfliegen. (Ich lese mir so einen Sermon generell nicht durch, die Appetizer aus 2-3 Zeilen genügen vollkommen.) Sich nützlich zu machen, wäre auch mal eine Option.
    Allerdings bin ich ja eine Frau und auch kein Buchmacher, Funktionär, Sunnyboy, die ihren „Lebensstil“ wegschwimmen sehen.

    Zu Trumps wiederholtem asozialen Duktus fällt mir ein Bericht der FAZ ein. Die Aktion war sogar noch dreister, und jetzt rate mal, von wem durchgeführt! https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-virus-australien-zieht-mauern-gegen-china-hoch-16702977.html
    Um es mit den Worten einer Mitarbeiterin in meinem Lieblingsmarkt zu sagen: In der Krise zeigt sich, wie egoistisch Menschen wirklich sind! (Und in Fällen von Warendiebstahl auch, wie kriminell? Grob fahrlässig? Ich bin für „kriminell“.)

    Stay healthy!

    Sonnige Grüße,
    Franziska

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